Mattias Stenberg arbeitet seit zehn Jahren für die schwedische Personalberatung Academic Work.
Intensivtrainings spielen eine entscheidende Rolle dabei, Quereinsteigern den Zugang zu IT-Berufen zu ermöglichen. Die meisten bringen zwar eine hohe Affinität und auch Vorwissen mit, oftmals fehlt es ihnen aber noch an spezifischem Fachwissen und technischen Skills, die in der IT-Branche gefordert sind. Intensivtrainings bieten die Möglichkeit, dieses Wissen und Können in kurzer Zeit gezielt aufzubauen. Durch praxisnahe Schulungen, Workshops und Projekte erhalten Quereinsteiger das notwendige Rüstzeug, um in ihrem neuen Tätigkeitsfeld erfolgreich zu sein.
Nicht nur für Quereinsteiger sind Intensivtrainings nützlich; sie können auch eine wertvolle Ergänzung zur Weiterbildung und Umschulung der Belegschaft sein. Technologien und Arbeitsprozesse entwickeln sich ununterbrochen weiter – und es ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, ihre Belegschaft auf dem neuesten Stand zu halten. Hier bieten Intensivtrainings die Chance, schnell auf neue Anforderungen zu reagieren, vorhandenes Fachwissen zu vertiefen und es um neue Kompetenzen zu erweitern.
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Interessant werden Intensivtrainings auch dann, wenn bestimmte Tätigkeiten durch technische Fortschritte wegfallen. Gezielte Umschulungen verhindern dann, dass Mitarbeiter, deren bisherige Aufgaben plötzlich nicht mehr existieren, entlassen werden müssen. Stattdessen besteht die Gelegenheit, dass sie ihren jahrelangen Erfahrungsschatz und ihre Kenntnis der Interna weiter einbringen – nur eben in neuer Rolle. Zwar ist nicht jeder Mitarbeiter für eine Umschulung geeignet oder hat überhaupt Interesse daran, dennoch können Unternehmen so den Verlust von sehr viel Know-how verhindern und zuverlässiges Personal halten.
Wenn wir von der Eignung für IT-Bootcamps sprechen, ist dieser menschliche Faktor genauso wichtig wie Begabung und Interesse für die IT. Die YPAI-Studie – kurz für Young Professionals Attraction Index –, die wir alljährlich durchführen, zeigt Jahr für Jahr, wie wichtig funktionierende Teams mit guter Atmosphäre sind, um Problemen wie Burnout vorzubeugen und um den Arbeitgeber attraktiv zu machen. Unsere Intensivtrainings umfassen deshalb neben maßgeschneiderten technischen Inhalten auch die Soft Skills, die für die angedachte neue Rolle der Quereinsteiger nötig sind.
Alle Teilnehmer sollen ihr erlerntes Wissen direkt in realen Projekten anwenden können. Dies fördert nicht nur das Verständnis, sondern auch Selbstvertrauen und Motivation. Am Ende von ca. drei Monaten stehen dann zwar keine IT-Experten, jedoch Alumni mit einem soliden Basiswissen, das den direkten Einstieg auf Juniorebene möglich macht. Die aufnehmenden Teams sind meist überrascht, wie viele Kompetenzen die Quereinsteiger von Beginn an mitbringen – und wie schnell sie integriert werden können. Auch ohne Informatikstudium erhalten Unternehmen so in kürzester Zeit IT-Fachkräfte, die auf dem Markt immer knapper werden.
Bildquelle: Academic Work