Kommentar

Wie KI helfen kann, die Psyche zu schützen

Gregory Ouillon, CTO des US-Unternehmens New Relic, kommentiert, warum er einen wichtigen Ansatzpunkt in der Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) sieht, wenn es darum geht, gerade die mentale Gesundheit von Mitarbeitern zu schützen und Stress zu reduzieren.

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    Eine neue Klasse von Software-Tools, die KI und Machine Learning nutzen, ermöglicht neue Wege zur Unterstützung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitern.

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    „Intelligent eingesetzt können KI und Machine Learning Fachleuten helfen, große Datenmengen schneller und müheloser zu verarbeiten und Stress zu verringern“, meint Gregory Ouillon.

Die Covid-19-Pandemie hat Unternehmen und Mitarbeiter auf der ganzen Welt auf die Probe gestellt: Die Arbeit musste erledigt werden, während man sich zu Hause aufhielt. Viele Alleinstehende hatten mit Einsamkeit zu kämpfen, andere mussten sich parallel um Kinder kümmern – alles in der Angst, sich oder andere mit einer gefährlichen Krankheit anzustecken. Neben der physischen rückte auch die mentale Gesundheit mehr in den Fokus. Viele Arbeitgeber hatten sich vorher nie mit Fragen zur mentalen Gesundheit ihrer Angestellten beschäftigen müssen – doch dann war diese Situation da und erforderte schnelles Handeln. Dieses Handeln bedingt vermehrt den Einsatz von spezialisierten Software-Lösungen: Besonders Tools, die auf KI oder Machine Learning basieren, können eine Hilfe sein. Eine neue Klasse von Software-Tools, die KI und Machine Learning nutzen, ermöglicht etwa neue Wege zur Unterstützung der psychischen Gesundheit von Mitarbeitern.

Aber auch andere Anwendungen können die Gesundheit verbessern, indem sie Stress, Anstrengung und Müdigkeit verringern. In vielen Berufen ist es erforderlich, große Datenmengen zu visualisieren und zu analysieren, um potenzielle Probleme zu erkennen, die geschäftskritisch sein können. Ärzte müssen z.B. Tausende MRT- oder dermatologische Bilder analysieren, Ingenieure und Unternehmer müssen sicherstellen, dass große und komplexe Infrastrukturen wie Produktionsanlagen, Stromnetze, Verkehrsnetze oder digitale Architekturen funktionieren. Intelligent eingesetzt können KI und Machine Learning Fachleuten helfen, große Datenmengen schneller und müheloser zu verarbeiten und so den Stress zu verringern.

Fehlalarme vermeiden

KI und Machine Learning können Anomalien schon in schwachen Signalen erkennen und Mitarbeiter sehr schnell und mit einem hohen Maß an Genauigkeit alarmieren, wodurch Fehlalarme vermieden werden. Darüber hinaus können diese Technologien auch bei der Analyse von Incidents oder Problemen unterstützen, indem sie über eine Diagnose Empfehlungen liefern, die den Analyse- und Entscheidungsprozess der Mitarbeiter beschleunigen. Man stelle sich einen Mitarbeiter vor, der mitten in der Nacht ein wiederkehrendes Leistungsproblem in einer wichtigen Unternehmensanwendung erkennen, analysieren und dann auch noch darauf reagieren muss. Wenn er weiß, dass die von der KI generierten Warnungen korrekt sind und das System in der Lage ist, ihm den Kontext, die Diagnose und die empfohlenen Maßnahmen zu liefern, wird er die Probleme schneller und unter deutlich weniger Stress lösen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Dabei geht es nicht darum, menschliche Fachkräfte zu ersetzen: KI-basierte Software unterstützt alle Arbeiten, die extrem datengesteuert, mühsam oder administrativ sind oder die Analyse schwacher Signale erfordern, die dem Menschen entgehen könnten. Dadurch können sich die Mitarbeiter auf relevante Aufgaben konzentrieren, für die ihr Know-how und ihre Erfahrung entscheidend sind und für die sie bisher viel weniger Zeit hatten. Mithilfe von KI können Fachleute schneller messbare und gewinnbringende Ergebnisse für ihr Unternehmen erzielen und so wertvolle Zeit, Nerven und Energie sparen. Auf diese Weise entlasten KI und Big Data nicht nur die Arbeit, sondern ermöglichen auch die persönliche Motivation, die Erfüllung, das Wohlbefinden und die langfristige Bindung der Mitarbeiter.

Bildquelle: New Relic

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