Auf das Rechenzentrum kommt es an

Wie sicher ist Cloud Computing?

Jede Cloud – und damit die sensiblen Daten der Unternehmen – liegt letztlich an einem physischen Ort: dem Rechenzentrum. Alle Daten sind dort in meterhohen Racks gespeichert. Doch wie findet man ein stabiles Rechenzentrum für Cloud-Services?

Bei der Auswahl eines Cloud-Rechenzentrums sollte man vor Ort einen Blick auf die technologischen Infrastrukturen werfen dürfen.

Die aktuelle Studie „Managing Growth, Risk and the Cloud“, die von dem Rechenzentrumsbetreiber Zenium in Auftrag gegeben wurde, ist dieser und weiteren Fragen auf den Grund gegangen und hat sowohl Selektionskriterien als auch Motivationsgründe für das Cloud Computing untersucht. Im Rahmen der Studie wurden IT-Experten in Deutschland, Großbritannien und der Türkei befragt.

Niedrigere Kosten und höhere Sicherheit – das sind die Hauptargumente für den Einsatz einer Cloud in Unternehmen. Für zwei Drittel der Befragten waren Kostensenkung ein Argument dafür, ihre Daten auszulagern. Über die Hälfte überzeugte auch die erhöhte Sicherheit der Rechenzentren. Interessanterweise gibt es aber einen weiteren Grund, der für die Befragten ausschlaggebend ist: das Vertrauen.

Ein Drittel der befragten IT-Experten entschied sich für ein Rechenzentrum aufgrund der Vertrauensbasis. Neben den „harten“ Faktoren, die sich in Zahlen ausdrücken lassen, ist Vertrauen ein Wert, der sich nur schwer messen lässt. Die Redewendung „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ passt buchstäblich auch für die Inspektion von Rechenzentren. Allein durch eine vorherige Prüfung kann Vertrauen zum Anbieter aufgebaut werden. In diesem Zusammenhang sei den Verantwortlichen angeraten, die folgenden Kriterien bei der Auswahl unter die Lupe zu nehmen:

  •  die technische Ausstattung des Rechenzentrums
  •  die Kredithistorie des Anbieters
  •  die Sicherheitsvorkehrungen des Rechenzentrums
  •  das Team vor Ort

 

Auf Besichtigungstour im Data Center


Am einfachsten lassen sich diese Kriterien prüfen, indem man sowohl das Rechenzentrum, das die Daten hostet, als auch das Team, das vor Ort arbeitet, persönlich kennenlernt. Dies schafft Vertrauen und gibt Aufschluss über die technische Ausstattung. Auch das Know-how des Teams lässt sich in einem persönlichen Gespräch auf die Probe stellen. Überraschenderweise trifft weniger als die Hälfte der Unternehmen das Team, das sich um das Datenmanagement kümmert. Auch einen genaueren Blick auf die physische Infrastruktur werfen nur 41 Prozent. Dabei kann es wichtig sein, die physische Sicherheit aus nächster Nähe zu begutachten.

So muss es unbefugten Personen unmöglich sein, die Anlage zu betreten. Hier sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Eingangskontrolle haben: Personalisierte Eintrittskarten, Kameraüberwachung auf allen Flächen sowie eine Umzäunung sind essentiell. Auch der Standort sollte genauer betrachtet werden. Rechenzentren sollten zum einen schnell und einfach zu erreichen sein, gleichzeitig aber nicht in stark frequentierten Gebieten liegen. Zenium beispielsweise hat sich bewusst für den Standort Frankfurt entschieden. Dank dem Flughafen und einem gut ausgebauten Verkehrsnetze ist das Rechenzentrum leicht zu erreichen und bietet mit der Nähe zum Interknoten De-Cix die erforderliche Konnektivität.

Darüber hinaus kann bei einem Besuch des Rechenzentrums auch die technische Infrastruktur genauer untersucht werden: Gibt es eine redundante Stromversorgung und Notstromgeneratoren, um auch bei Stromausfällen den Betrieb aufrechtzuerhalten? Die Tier-Level geben Aufschluss darüber, wie ausfallsicher das Rechenzentrum ist. So bietet das Niveau „Tier-III“ eine hohe Ausfallsicherheit mit mehreren Brandabschnitten sowie einer geringen Ausfallzeit von unter zwei Stunden pro Jahr. Auch die Generatoren und Kühlanlagen sollten live im Einsatz begutachtet werden.

Bildquelle: Zenium

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