Die Cloud kann Unternehmen viele Vorteile bieten, wenn sie über genügend Ressourcen und Know-how für die adäquate Verwaltung und Nutzung verfügen.
So spielen Faktoren wie Flexibilität und Skalierbarkeit bei der Einführung für viele Unternehmen eine entscheidende Rolle, wie auch eine Umfrage von Snow Software von 2022 zeigt. Doch welchen Versprechen der Cloud können Unternehmen glauben und welche Annahmen stellen sich als Mythen heraus?
Zwar können Mitarbeiter durch die Cloud effizienter arbeiten, jedoch müssen Unternehmen zunächst ihre vorhandenen Anwendungen und eigenen Anforderungen selbst verstehen, die Kosten richtig überwachen und ein hohes Maß an Governance einführen. Es erfordert Ressourcen und Vorabinvestitionen – in Erfahrung, Fähigkeiten, Mitarbeiter und Prozesse –, um die wahren Vorteile der Cloud richtig zu nutzen und so einen Return on Investment (ROI) erzielen zu können. Auch sollte das eigene Wissen um die Cloud nicht überschätzt werden, um Enttäuschungen vorzubeugen.
Für 24 Prozent der IT-Führungskräfte steht die Entschärfung von Cybersicherheitsbedenken ganz oben auf der Liste der Cloud-Management-Herausforderungen. Allerdings stellt nicht die Cloud selbst die größte Sicherheitslücke dar, sondern es sind die Anwendungen, bei denen Schwachstellen am ehesten auftreten können. Verfügen IT-Abteilungen nicht über genügend Ressourcen oder Fachwissen, um mit den sich ständig fortschreitenden Bedrohungen der Cybersicherheit Schritt zu halten, so wird dies langfristig zum Problem. Deswegen ist es wichtig, dass Cloud-Anbieter auf Software-Ebene Best Practices für die Sicherheit umsetzen und deren Einhaltung überwachen.
Eines der Hauptargumente für die Nutzung der Cloud sind die Erschwinglichkeit und Kosteneinsparungen, die sich bei richtiger Implementierung durch bedarfsabhängige Abrechnungsmodelle wie „Pay as you go“ (PAYG) ergeben. Allerdings ist es falsch anzunehmen, dass die Cloud immer die bessere Alternative zur On-Premises-Bereitstellung darstellt. Auch wenn keine Investitionen in ein Rechenzentrum anfallen, können Cloud-Anwendungen sehr kostenintensiv werden. Passende Richtlinien und Governance sind daher entscheidend für die erfolgreiche Einführung der Cloud.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Ob sich Unternehmen für Platform as a Service (PaaS), Infrastructure as a Service (IaaS) oder Software as a Service (SaaS) entscheiden sollten, hängt ganz vom Geschäftsmodell ab. Ein IaaS-Modell bietet sich für ein Unternehmen an, das über ein eigenes Rechenzentrum verfügt und IT-Mitarbeiter beschäftigt, die für den Betrieb und die Verwaltung der Infrastruktur geschult sind. Für ein Unternehmen, das nicht über die nötigen Ressourcen oder Erfahrungen verfügt, um einen Exchange-Server oder eine andere große Backoffice-Anwendung zu betreiben, ist ein SaaS-Modell die beste Wahl. Für größere Unternehmen kann eine Kombination aus den drei Modellen sinnvoll sein. Nichtsdestotrotz sollte nicht auf die Beratung von Experten verzichtet werden, um den aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.
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