Motörhead-Fans stimmen für „Lemmium“

4 neue Elemente im Periodensystem

Das Periodensystem und somit zwangsläufig auch sämtliche Chemie-Apps müssen überarbeitet werden, denn Forscher haben vier neue superschwere Elemente entdeckt. Eines davon würden Fans der Heavy-Metal-Band Motörhead gerne „Lemmium“ nennen – in Gedenken an den kürzlich verstorbenen Frontmann Ian „Lemmy“ Kilmister.

Periodensystem

Das Periodensystem muss um vier Elemente erweitert werden. Wird eines von ihnen Lemmium heißen?

Ob es wirklich soweit kommt, entscheidet sich erst in ein paar Wochen oder Monaten. Auf der Website change.org wurde jedenfalls eine Petition für das neue Element „Lemmium“ gestartet, die bereits über 75.000 Unterstützer hat (Stand 07.01.2016). Die Entscheidung trifft aber letztlich der Chemikerverband Iupac. Generell verweisen die Namen neuer Elemente im Periodensystem oft auf Personen (Einsteinium, Meitnerium, Rutherfordium...) oder Regionen bzw. Orte (Californium, Darmstadtium, Livermorium...). Die jeweiligen Entdecker können Vorschläge einreichen.

Sobald die vier neuen Elemente-Namen feststehen, muss das Periodensystem in all seinen Ausfertigungen und Darstellungsformen überarbeitet werden. Das betrifft natürlich auch sämtliche Applikationen, die sich dem Thema „Chemie“ widmen: So steht Nutzern beispielsweise mit der kostenlosen App „Merck PTE“ das Periodensystem interaktiv zur Verfügung, sie finden zahlreiche Informationen zu den einzelnen Elementen, können Molmassen von beliebigen Verbindungen berechnen sowie Atomradien vergleichen. Die App basiert auf den Ideen des Wissenschafts- und Technologieunternehmens Merck KGaA und soll von der „bunten und formenreichen Welt unter dem Mikroskop“ inspiriert worden sein.

Chemietabelle für die Hosentasche


Eine weitere „Chemietabelle für die Hosentasche“ bietet JQ Soft mit seiner App „Periodic Table“ – ebenfalls mit einem Molmasse-Rechner sowie einem Diagramm zur Löslichkeit. Aktuell sind 118 Elemente integriert. „Periodic Table“ ist aber auch der Name ähnlicher Applikationen von etwa Royal Society of Chemistry, Whitesof und Frozen Developers. Letztere Open-Source-App soll dabei auf Wikipedias Datenbasis zurückgreifen, Android 5.0 unterstützen und sogar werbefrei sein. Allein der Google Play Store spuckt hunderte kleine Applikationen aus, die sich dem Thema „Periodensystem“ widmen.

Bildquelle: Thinkstock/Wavebreak Media

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