Der Mülheimer Oberbürgermeister Marc Buchholz bei der Übergabe von 388 Samsung Tablets an die Schulleiterin der Realschule Stadtmitte, Sabine Dilbat.
Insgesamt 46 Mülheimer Schulen sollen von der Anschaffung profitieren. Marc Buchholz, Oberbürgermeister und Bildungsdezernent der Stadt Mülheim, hatte sich dafür stark gemacht, die Ausschreibung für alle Hersteller zu öffnen, um sich von einzelnen Anbietern unabhängig zu machen. Ende März übergab Buchholz 388 Samsung Tab S6 Lite an die Realschule Stadtmitte. Die Tablets werden Schülern nun leihweise für das Lernen zu Hause zur Verfügung gestellt – LTE inklusive.
Bereits in den Sommerferien 2020 hatte der Fachbereich Schule in Mülheim Tablets bestellt, um den Lehrbetrieb in Zeiten der Pandemie bestmöglich aufrecht zu erhalten. Nachdem sich die Lieferung jedoch verzögerte, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, die Ausschreibungsmodalitäten zu überdenken: „Die Entscheidung, unsere Ausschreibung für alle Marken und Anbieter zu öffnen, hat uns dabei geholfen, eine umfassende Lösung in dieser drängenden Situation herbeizuführen“, fasst Buchholz zusammen. Die Mülheimer Schulen hatten einen akuten Bedarf von rund 5.000 Tablets gemeldet. Sie wurden dringend benötigt für die Kinder, die zuhause ohne ein Leihgerät der Schule vom digitalen Lernen abgeschnitten sind.
Nach Angaben von Hersteller Samsung zeigt der Fall der Stadt Mülheim, wie die Öffnung hin zu allen Herstellern Abhängigkeitsverhältnisse in der Beschaffung lösen könne. Ganzheitliche IT-Konzepte sollten auch die Offenheit der Systeme und Schnittstellen der eingesetzten digitalen Infrastruktur in der Konzeption berücksichtigen. Im laufenden Betrieb ließen sich an den Schulen durch die Option eines Mischbetriebs von Geräten verschiedener Hersteller Monokulturen und Lock-In-Effekte vermeiden.
Bildquelle: Samsung