Updates und neue Features für Apps

5 Tipps für die App-Pflege

Jeder zweite Deutsche hat auf seinem Smartphone sechs bis 20 mobile Apps installiert. Damit die User bei der Stange bleiben, müssen die Anwendungen gepflegt und optimiert werden. Nur wer regelmäßig Bugfixes, Updates und Funktionsverbesserungen durchführt, kann den langfristigen Erfolg seiner App sichern.

Tim Wiengarten, Geschäftsführer der Rabbit Mobile GmbH, gibt Unternehmen fünf Tipps für die App-Pflege:

Harte Nüsse knacken
So banal es klingen mag. Auch der beste App-Developer und -Designer kann niemals genau vorhersehen, wie ein Nutzer eine App tatsächlich bedient. Was Fachleute für eine unkomplizierte Funktionalität ansehen, kann sich für den User als harte Nuss entpuppen. Deshalb muss die App unbedingt vor dem Release auf Herz und Nieren getestet sowie im laufenden Betrieb getrackt werden. Nur so werden frühzeitig Schwachstellen erkannt, das Problem analysiert und beseitigt.

Die Pfade der Nutzer kennen
Für Updates oder neue Features ist es wichtig, zu wissen, wie der Pfad der Nutzerinteraktionen aussieht, welche Buttons der User nutzt, welche Endgeräte er am häufigsten verwendet, was er herunterlädt etc. App-Analyse-Tools zeigen Interaktions-Events an und bieten Funktionen zum Anlegen von Funnels. Mit letzteren lassen sich Fragen über das Nutzerverhalten beantworten. Es empfiehlt sich ein Tracking-Tool einzusetzen, mit dem Unternehmen die Webseite und App gemeinsam im Blick haben und so ganzheitlich Optimierungen vornehmen können.

Das Ohr am Nutzer haben
Direktes Nutzer-Feedback ist die wichtigste Rückmeldung, die ein Entwickler zur Funktionstüchtigkeit der App bekommen kann. Daher müssen Nutzer dazu animiert werden, Rückmeldung zu geben, beispielsweise durch Online-Nutzerumfragen per E-Mail oder direkt in der App. Wichtig ist, die Informationen der Nutzer zentral zu sammeln, ernstzunehmen, zu beantworten und umzusetzen.

Schwarmintelligenz nutzen
Aus dem Feedback der Nutzer Vorschläge filtern für die Weiterentwicklung von Features in der App heraus. Umsetzbare Dinge sofort auf den Release-Plan setzen. Ideen, die zwar gut sind, aber momentan nicht in den Plan passen, kommen auf Wiedervorlage. Ist ein neues Update oder eine neue Funktion veröffentlicht,  Kunden unbedingt informieren. Das verstärkt die Kundenbindung, verbessert die Nutzerzufriedenheit und macht gegebenenfalls aus gelegentlichen Usern Stammnutzer.

Abstauben oder einmotten?
Kann eine lange nicht gepflegte App mit einem Update reanimiert werden? Oder wäre es besser, gleich eine neue App zu veröffentlichen? Hierbei gibt es kein Richtig und kein Falsch. Die grundsätzliche Frage, die sich Unternehmen in diesem Fall stellen sollten, lautet: Stimmen das Konzept und das Ziel der App immer noch überein? Wenn ja, empfiehlt sich ein Update, auch wenn es große Veränderungen am User Interface bedeutet. Wenn sich jedoch das Ziel der App geändert hat oder eine Anzahl von Funktionsveränderungen ansteht, die nicht mit einem alten Ziel vereinbar sind, ist es ratsam, eine neue App zu veröffentlichen.

Tim Wiengarten, Experte für mobile Business-Lösungen, erklärt: „Unternehmen unterschätzen oft den Aufwand für die Wartung und Weiterentwicklung einer App. Die häufigsten Probleme nach dem Release einer App haben tatsächlich mit Bugs und Fehlern zu tun. Um diese zu finden und auszumerzen, sind sowohl die App-Analyse-Daten als auch das Nutzerfeedback äußerst wichtig. Dazu kommt, dass Rückmeldungen, Beschwerden oder Anregungen von App-Nutzern über diverse Kanäle einlaufen können. Unternehmen bündeln diese idealerweise an einem zentralen Ort, kategorisieren und priorisieren sie.“


Bildquelle: Thinkstock/ Wavebreak Media

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