Zuverlässiger Datenfluss

5G spielt zentrale Rolle in der Smart City

Weltweit ziehen Menschen zunehmend in die Großstädte und zwingen die Stadtplaner auf diese Weise, Maßnahmen zu ergreifen, um die städtische Infrastruktur der wachsenden Einwohnerzahl anzupassen – und zwar möglichst intelligent.

Modellbild einer Smart City

Der Weg zur Etablierung einer Smart City in Deutschland ist noch lang.

Das betrifft nicht nur die Abfallbeseitigung und das Thema „Recycling“. Denn zudem besteht in „Megastädten“ die Notwendigkeit, den Fahrzeugverkehr in der gesamten Stadt effektiv zu regulieren. Dazu setzen Stadtplaner zunehmend vernetzte Technologien entsprechend einer Smart City ein. Mit Echtzeit-Datenerfassungsinformationen können Stadtentwickler den Energieverbrauch senken, Ressourcen schonen und die Effizienz so steigern.

In einer Smart City wird die Massenaggregation von Daten aus mehreren mobilen Verbindungen genutzt, um Muster zu analysieren und dann Entscheidungen zur Automatisierung von Management-Prozessen zur Steigerung der Effizienz zu treffen. Während die drahtlose Technologie es Sensornetzwerken ermöglicht, Daten von entfernten Standorten an eine zentrale Drehscheibe zu übermitteln, erfolgen die Datensammlung und -übertragung an das Rechenzentrum über drahtgebundene Netzwerke.

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Solche Systeme gibt es bereits. Beispielsweise nahm Dortmund vor kurzem eine Transformation seiner Straßenbeleuchtung in Gebieten mit nächtlichen Verkehrsschwankungen vor. Hier schalten Straßenlaternen bei Bedarf ein und aus – ein Schritt, der bereits eine deutliche Energiereduzierung ermöglicht hat. Trotz dieser Bemühungen ist der Weg zur Etablierung einer Smart City in Deutschland noch lang, und die Basisinfrastruktur wird erst jetzt langsam aufgebaut – einschließlich eines Netzwerks, das für eine schnellere Übertragung größerer Datenpakete geeignet ist.

5G als essentielle Grundlage

Die deutschen Netze sind noch nicht bereit, die Anforderungen an eine konstante, volumenstarke Übertragung über große IoT-Netze zu erfüllen, da in Deutschland viele Bereiche der Kabelinfrastruktur nach wie vor kupferbasiert sind. Obwohl innovative Signalisierungstechnologien die 4G-Konnektivität über Kupferkabel für eine Übertragung mit hoher Bandbreite und Verfügbarkeit bei geringer Latenz garantiert haben, wird es notwendig sein, eine größere Glasfaserabdeckung im ganzen Land zu implementieren.

5G ermöglicht eine bis zu hundertmal höhere Benutzerdatenrate als der aktuelle Standard und unterstützt gleichzeitig hundertmal mehr Endgeräte. So wird sich die Latenzzeit um das Zehnfache verkürzen und die wahrgenommene Netzverfügbarkeit wird auf 99,999 Prozent ansteigen. Durch den zuverlässigen Datenfluss über drahtlose und drahtgebundene Netzwerke wird die vollständige Umsetzung einer Smart City möglich.

Die nächsten Schritte

Während Japan, China und die USA bereits Pionierarbeit beim Aufbau von 5G-fähigen Netzen geleistet haben, hinkt Deutschland hinterher – derzeit weltweit auf Platz 59 und in Europa auf Platz 20. Deshalb hat die Bundesregierung vier Mrd. Euro für den Ausbau der Glasfaserverkabelung zur Verfügung gestellt. Für die Netzbetreiber ist es daher aus Sicht von Experten wie dem Telekommunikationsunternehmen Ciena wichtig, den Weg zu 5G als einen Entwicklungspfad zu betrachten, der 4G und die neuesten LTE-Technologien voll ausschöpft, um die laufenden Umsatzmöglichkeiten zu erschließen.

Indem sie dem Beispiel aufstrebender, auf 4G-Netzwerken basierender Smart Cities wie Dortmund oder Hamburg folgen, können Betreiber mit dem Übergang zu einer fortschrittlichen Infrastruktur beginnen, die Zellenstandorte mit Rechenzentren verbindet, und gleichzeitig einige der vielen Vorteile intelligent verwalteter Systeme nutzen. Obwohl die Realisierung einer echten Smart City die Integration einer Reihe innovativer Technologien voraussetzt, wird 5G eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung einer konsistenten und zuverlässigen Konnektivität spielen. Mit einer modernen Netzwerkinfrastruktur wird es außerdem möglich sein, innovative Software-Lösungen wie virtuelle Netzwerke, die die Leistung des Netzwerks weiter steigern können, voll auszuschöpfen.

Wer die Chance wahrnimmt, wird sich eine starke Position sichern. Da kurzfristig zusätzliche Gewinne bei erweiterten 4G-Anwendungen erzielt werden sollen, rentieren sich Investitionen in die Entwicklung bestehender Netzwerke bereits.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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