Privatsphäre absichern

8 Tipps für den Umgang mit vernetzten Spielsachen

Vernetztes Spielzeug ist beliebt. Vor diesem Hintergrund geben die Experten von UL, einem Anbieter für Produktsicherheit, acht nützliche Tipps, damit der Spielspaß nicht zu Verletzungen der Privatsphäre führt.

Sicherer Umgang mit netzfähigem Spielzeug

Acht Tipps sorgen dafür, dass es bei der Nutzung vernetzter Spielsachen nicht zur Verletzung der Privatsphäre kommt.

Digitale Weihnachtsgeschenke stehen auf vielen Wunschzetteln. Insbesondere Jugendliche wünschen sich häufig nicht nur Smartphones, sondern auch fernsteuerbare Drohnen oder Sprachassistenten. Auch kleinere Kinder haben Spaß an vernetzten Spielsachen wie sprechenden Puppen oder web-fähigen Barbies.

Vielen Eltern ist jedoch nicht bewusst, dass diese digitalen Spielgeräte Risiken bergen können. Denn die vernetzten Produkte sind jederzeit mit dem Internet verbunden, sodass für sie ähnliche Sicherheitsrichtlinien wie für andere Mobilgeräte, Laptops und Computer gelten. Eltern sollten daher folgendes beachten, um mit den digitalen Geschenken vom Gabentisch kein böses Erwachen zu erleben:

  1. Geräte unbekannter Hersteller oder ohne Angaben auf der Verpackung sind nur bedingt empfehlenswert. Dabei handelt es sich häufig um Importware ohne Service-Angebote in Deutschland, was bei Fragen und Problemen zu einem Hindernis werden kann.
  2. Die Funktionen des Spielzeugs sollten auf der Verpackung oder einem technischen Datenblatt genau aufgeführt werden.
  3. Manche Geräte nutzen Cloud-Services im Internet. In diesem Fall sollte die Verbindung verschlüsselt sein, was oft als HTTPS, SSL oder TLS bezeichnet wird.
  4. Die Käufer sollten die Dokumentation lesen und sämtliche Arbeitsschritte der Installation und Konfiguration anhand des mitgelieferten Handbuchs umsetzen. „Versuch und Irrtum“ führt häufig zu Sicherheitsproblemen.
  5. Im heimischen WLAN muss die Datenverschlüsselung aktiviert sein: Viele neuere WLAN-Stationen (Router) werden bereits mit aktivierter Verschlüsselung ausgeliefert, doch bei älteren Geräten ist das kein Standard. Die Dokumentation des Routers enthält alle dafür notwendigen Arbeitsschritte.
  6. Alle eventuell vorhandenen Benutzernamen und Kennwörter für den Zugriff auf das Spielzeug sollten geändert werden und eine möglicherweise genutzte Verschlüsselung für Internet-Verbindungen muss auf jeden Fall aktiviert sein. Für die Konfiguration wird häufig eine entsprechende Smartphone-App mitgeliefert oder das Gerät ist mit einem Web-Browser über das lokale Netzwerk zu erreichen. Genaueres steht in der mitgelieferten Dokumentation.
  7. Die meisten vernetzten Spielzeuge und anderen Geräte müssen nicht dauernd angeschaltet sein. Sie sollten nur dann aktiv sein, wenn sie auch tatsächlich genutzt werden. Allerdings besitzt nicht jedes Gerät einen An/Aus-Schalter. In diesem Fall hilft nur, das Gerät vom Strom zu trennen.
  8. Die Nutzer sollten das Gerät in der Anfangszeit genau beobachten und prüfen, hier sollte vor allem auf Daten geachtet werden, die an einen Cloud-Service gesendet werden. Falls offensichtlich unnötige Daten gespeichert werden oder es zu ungewöhnlichen Aktionen kommt, sollten sie das Gerät nicht weiter nutzen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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