Herausforderung Internet of Things

8 Tipps für Entwickler intelligenter Geräte

Das Internet of Things (IoT) hat sich längst zum Megatrend entwickelt. Die Schöpfer der intelligenten Gegenstände sehen sich dabei mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, denn die Erwartungen der Nutzer sind höher denn je. Damit die Qualität von Anfang an stimmt, muss umfassend getestet werden.

1. Den Mensch in den Mittelpunkt stellen
Um nicht nur Early Adopter zu überzeugen, müssen Anwendungen gebrauchstauglich sein. Tipp: Unternehmen sollten das Marktpotential evaluieren, indem sie sich mit Persona und Fokusgruppen beschäftigen. Nutzertagebücher helfen, Schwachstellen zu erkennen und Vorteile sowie den USP zu schärfen.

2. Keep it simple!
Niemand möchte fünf Schritte durchführen, wenn er  vorher nur einen Schalter umlegen musste. Tipp: Der Anwender will nicht alles neu lernen, um ein Produkt nutzen zu können. Sofern möglich, sollten Unternehmen bestehende Benutzeroberflächen nutzen.

3. Testmodelle überdenken: Realität statt Labor
Integrationstests reichen nicht, da sich viele Probleme erst beim Kunden zeigen. Da Geräte und Anwendungen oft nicht vom gleichen Anbieter stammen, ist es schwer, die Vielfalt im Labor abzubilden. Tipp: Mit dem Produkt nach draußen gehen! Anwendungen vor dem Release unter realen Bedingungen testen.

4. Usability und Interusability sind das A und O
Auf kleine Display lassen sich bewährte Oberflächen nicht einfach übertragen. Intelligente Gegenstände müssen daher selbsterklärend funktionieren. Trotz verschiedener Interfaces sollte der Nutzer einen kohärenten Service wahrnehmen. Tipp: Den Fokus  nicht nur aufs Design legen. „Form follows function.“ Also das Zusammenspiel von Geräten, Software und Usern mittels End-to-End-Tests prüfen.

5. Vorsicht bei zeitgleicher Nutzung
Es ist wichtig zu überprüfen, wie sich die Komponenten bei zeitgleicher Nutzung durch mehrere Personen verhalten. Tipp: Typische Szenarien im Alltag testen und verschiedene Nutzergruppen einbeziehen, die nicht nach Lehrbuch handeln.

6. Funktionalitäten und Verbindungen überprüfen
Je komplizierter die Anwendungen, je mehr Schnittstellen, desto wichtiger das funktionale Testing. Beim IoT können die Programme an verschiedenen Orten laufen. Viele Geräte sind batteriebetrieben und nicht ständig online. Tipp: Wichtige Funktionen müssen auch arbeiten, wenn Teile des Systems offline gehen. Fehlermeldungen müssen klar formuliert sein. um auch für den Laien verständlich zu sein.

7. Keine Toleranz bei Lade- und Reaktionszeiten
Lichtschalter o.ä. bieten eine unmittelbare, direkte Reaktion. Sind Geräte mit dem Internet verbunden, unterliegen sie jedoch Ladezeitenschwankungen. Tipp: Performance-Testing mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen ist essentiell. Das Risiko eines Komplettausfalls muss so gering wie möglich sein und eine Backup-Lösung bereitstehen.

8. Safety first!
Das IoT greift in den Alltag der Menschen ein. Daher kann die Messlatte für die Sicherheit nicht hoch genug sein. Tipp: IT-Security ist kein „Add-on“, sondern muss Teil der Gesamtarchitektur sein. Worst-Case-Szenarien müssen durchgespielt werden. 


Quelle: Testbirds

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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