Secusmart: „Kanzler-Phone bleibt sicher"

Abhörattacken zielten aufs Partei-Handy

Der Anbieter Secusmart betont: Das sichere Diensthandy war vom aktuellen Lauschangriff-Skandal nicht betroffen – es war Merkels Parteihandy.

Die Bundeskanzlerin nutzt mehrere Handys - Die auf der Cebit gezeigte Lösung von Secusmart sei nicht abgehört worden, so der Anbieter.

Die Spähaffäre hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Wahrscheinlich spionierte die USA ganz gezielt und über Jahre hinweg ein Mobiltelefon von Kanzlerin Angela Merkel aus. „Wie es scheint, wurde der Bundeskanzlerin zum Verhängnis, dass sie – wie viele Persönlichkeiten in Führungspositionen – mehrere Handys für die Kommunikation mit unterschiedlichen Partnern nutzen muss. Die Lösung von Secusmart für die sichere Kommunikation innerhalb der Regierung ist aber nicht betroffen. Wir erfüllen höchste technische Standards. Für unverschlüsselte Telefonate, SMS oder auch E-Mails, können wir natürlich nicht garantieren“, fasst Dr. Hans-Christoph Quelle, Geschäftsführer der Secusmart GmbH zusammen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte nach Evaluierung und mehrmonatigem Testbetrieb der Secusmart Lösung Secusuite for Blackberry 10 für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch) mit ihrer vorläufigen Zulassung bereits ihr Vertrauen ausgesprochen. Secusmart wurde als einziger Lösung Sprach- und Datensicherheit bestätigt.

Verschlüsselung nicht zu knacken?

Die Verschlüsselungstechnik der Secusmart GmbH wurde gemeinsam mit den Sicherheitsexperten vom BSI entwickelt und ihre Sicherheit ist offen nachvollziehbar. Sie beruht auf der Secusmart Security Card, eine Micro SD Karte mit integriertem Smartcard Chip. Dieser Miniatur Kryptoprozessor sorgt im Handy für die Verschlüsselung von Sprache und Daten sowie die Authentifizierung der Gesprächsteilnehmer. Die darin verwendete AES Verschlüsselung mit 128-Bit ermöglicht 340 Sextillionen verschiedene Schlüssel - also die Zahl 340 gefolgt von 36 Nullen. „Selbst mit Spezial-Rechnern bräuchte man nach heutigem Stand der Technik theoretisch 149 Billionen Jahre, um diesen Code zu knacken. Das ist etwa 10.000 Mal länger als das Universum alt ist. Da ist auch die USA noch eine Weile beschäftigt“, stellt Quelle fest.

Neben der verschlüsselten Kommunikation gibt es einen persönlichen Bereich, in dem der Nutzer weiterhin unverschlüsselt kommunizieren kann. 
„Unser Bestreben ist es, die Sicherheit für den Nutzer so einfach wie möglich zu machen. Letztlich hängt die Sicherheit aber vom Nutzer selbst ab. Solange er sich im sicheren Bereich bewegt, ist er gegen Spähattacken geschützt“, so Quelle.

www.secusmart.com

Bildquelle: Secusmart / Joerg Hemmen

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