Smarte Überwachung

Abschrecken, aufnehmen, aufklären

Überwachungskameras werden in erster Linie zur Aufklärung von Verbrechen genutzt – egal, ob es sich um Diebstahl, Sach- beschädigung oder Einbruch handelt. Dabei haben fast alle Kameras eines gemeinsam: Es entsteht viel Videomaterial, welches man aufwendig sichten muss.

Überwachungskamera

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz können die Aufnahmen von Überwachungskameras effektiver gesteuert werden.

Aus einer durchdachten Sicherheitslösung sind Überwachungskameras nicht wegzudenken: Sie schrecken Verbrecher ab und liefern Beweismaterial für die Aufklärung. Jede unnötige Aufnahme sorgt allerdings dafür, dass die Sichtung länger dauert als notwendig. Zudem erhöhen zu viele Aufnahmen den Verschleiß des Speichermediums. Eine gute Bewegungserkennung reduziert die Arbeit bei der Sichtung und schont das Speichermedium.

Störquellen bei Bewegungserkennung

Bewegungserkennungen von Überwachungskameras leisten meist genau das, was sie dem Namen nach versprechen: Es erfolgen Aufnahmen, wenn sich irgendetwas im Bild bewegt – ganz gleich, ob es sich um einen Menschen, einen Ast oder nur eine Lichtveränderung handelt. Gute Kameras können mittels Filter so viele unnötige Erkennungen wie möglich ausschließen. Aber es bleiben immer Effekte, die sich nicht ausfiltern lassen. Daher ist eine Bewegungserkennung auf Basis von Pixelverschiebung immer ein zweischneidiges Schwert. Man reduziert die Aufnahmemenge, hat aber keine Garantie, dass nur relevante Aufnahmen gesichert werden. Ebenfalls ist es möglich, dass relevante Ereignisse nicht aufgezeichnet werden, da diese unter Umständen einem zu eng gesetzten Filter zum Opfer fallen. Die Sicherheitsexperten von Lupus-Electronics haben sich beispielsweise diesem Problem angenommen: Neben einer herkömmlichen Bewegungserkennung in vier Bereichen, mit allen Stärken und Schwächen dieser Technik, verfügt die neueste Alarmkamera über eine Deep-Learning-KI zur ausschließlichen Erfassung von Personen, Fahrzeugen oder beidem. Dabei analysiert die Kamera das Livebild und sobald sie eine Person oder ein Fahrzeug erkennt, erfolgt die Aufnahme. Die Analyse findet dabei in Echtzeit lokal auf der Kamera statt, sodass keine Internet- oder Cloud-Verbindung notwendig ist. Die Deep-Learning-Fähigkeit solch einer Kamera sorgt zusätzlich dafür, dass sich die Erkennung stetig verbessert. Durch die KI erhält der Nutzer nur noch Aufnahmen von Ereignissen, bei denen Menschen oder Fahrzeuge im Bild zu sehen sind. Wettereffekte, Lichtveränderungen oder sonstige Bewegungen werden von der Künstlichen Intelligenz effektiv ausgeklammert. Das Ziel einer jeden Einbruchsicherung und Überwachungskamera ist im besten Fall die komplette Vereitelung eines Verbrechens z.B. durch Abschreckung. 

Schutzwirkung durch audio-visuelles Feedback

Herkömmliche Einbruchsmeldetechnik enthält dafür deutlich sichtbare Alarmmelder wie Sirenen. Im Vergleich dazu treten Überwachungskameras nicht so sehr in den Vordergrund. Um die abschreckende Wirkung von Überwachungskameras zu erhöhen, kann man diese beispielsweise mit LED-Scheinwerfern und Mikrofon ausrüsten. Nach der Erkennung ist eine Kamera in der Lage, zur Situation passende Warnmeldungen auszugeben. Zusätzlich leuchten die LED-Scheinwerfer für eine vordefinierte Zeitspanne. Eine direkte und angepasste Ansprache sorgt für die gewünschte Abschreckung.

KI unterstützt

Mit KI-Funktionen zur Erkennung von Personen oder Fahrzeugen ist es möglich, Überwachungskameras zu verbessern. Der Aufwand einer Sichtung von Aufnahmen wird reduziert. Ebenfalls bieten sich dadurch Lösungen an, um die Speichermedien zu schonen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus 

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok