Leitfaden

Acht Schritte zur App-Store-Optimierung

Der weltweite App-Markt ist ein extrem umkämpftes Terrain. Diese acht Schritte zur App-Store-Optimierung helfen, mehr Downloads zu erzeugen und auf bessere Store-Ränge zu gelangen.

Ungefähr 2 Millionen Apps im iOS-App-Store und 2,5 Millionen Apps im Google-Play-Store buhlen um Aufmerksamkeit. Angesichts dieser Masse stellt sich die Frage, wie eine erfolgreiche Akquise und Nutzerbindung aussehen kann. Ein App-Marketer steht vor der Aufgabe, die Präsenz „seiner“ App(s) bei seinem Zielpublikum zu erhöhen, um damit mehr Downloads zu erzeugen und auf bessere Store-Ränge zu gelangen. App Annie, der Anbieter von Analyse-Ergebnissen und -Produkten aus der App-Welt, hat für die App Store-Optimierung einen Leitfaden entwickelt, der die acht  wichtigsten Schritte einer Optimierung enthält, die über einfache Keyword-Maßnahmen hinausgehen.

1. Die Konkurrenz im Auge behalten

Bei der Einordnung der App in eine Kategorie – sie spielt eine wichtige Rolle für den Erfolg oder Nichterfolg einer App im Store – ist es zunächst sinnvoll, die Konkurrenz zu beobachten. Wie platziert der Wettbewerber seine App? Wie suchen Nutzer nach ähnlichen Apps?

2. Welche Kategorie verbessert die Auffindbarkeit?

Die Kriterien für die Kategorie-Auswahl sind a) die Eignung, b) das Nutzerverhalten und c) die Konkurrenz. Zu welcher App-Kategorie passt die App am „natürlichsten“? Wo sucht die Zielgruppe am wahrscheinlichsten? Ein Blick auf ähnliche Apps gibt Anregungen für die Platzierung. Auch das sollte man testen: Erhöht möglicherweise sogar eine weniger umkämpfte Kategorie die Chance, dass die eigenen App gefunden wird.

3. Organische Rezensionen generieren

Es ist kein Geheimnis: Positive Kommentare von Nutzern sind Gold wert. Rankings und Rezensionen zu Apps geben Aufschluss darüber, wie Nutzer auf neue Updates und Features reagieren. Diese Reaktionen beeinflussen nicht nur den Erfolg im App Store, sondern liefern auch nützliche Erkenntnisse für die weitere Entwicklung und Platzierung der App. Und ein Feedback an die Nutzer sollte auch nicht nur hinter den Kulissen stattfinden. Es kann über den Blog oder im Rahmen von Release Notes erfolgen. Im Google Play-App-Store kann man direkt auf Nutzerfeedback antworten.

4. Nutzer zu Feedback auffordern

Ärgerlicher als schlechte Rezensionen sind gar keine Rezensionen! Statt auf die ersten Eindrücke eines unbekannten Nutzers zu warten, empfiehlt es sich, Personen aus dem eigenen vertrauenswürdigen Netzwerk – zum Beispiel Beta-Tester oder Berufskollegen zu bitten, Rezensionen mit ihrer ehrlichen Einschätzung zu schreiben.

5. Keywords gut auswählen

Auch bei der Festlegung der besten Keywords ist es sinnvoll, sich zuerst umzublicken und zum Beispiel die Ränge bestimmter Keywords der Wettbewerber zu analysieren. Welche anderen Apps tauchen unter dem geplanten Keyword auf? Auch hier, bei der Keyword-Findung, helfen Nutzerrezensionen, die eine App oft besser beschreiben als es der Insider kann.  

6. Keywords und ihre Wirkung beobachten

Nach Auswahl und Platzierung der Keywords sollte kontinuierlich beobachtet werden, wie sie sich auf das Ranking und andere KPIs (Key Performance Indicators) auswirken. Auch andere Faktoren, die das Ranking beeinflussen – wie Bewertungen, Anzahl der Rezensionen, Downloadvolumen und Downloadgeschwindigkeit – gilt es im Blick zu haben.

7. Design des optimalen App-Symbols

Auch das App-Symbol sollte gut überlegt sein. Wichtiger Tipp: Das Symbol bitte einfach halten. Komplexe Symbole sind auf kleineren Geräten (oder in Unterordnern auf Smartphones oder Tablets) schwierig zu erkennen. Da das Symbol auf der Plattform an mehreren Stellen – und in mehreren Größen – angezeigt wird, muss es skalierbar sein. Seine Lesbarkeit und Individualität sollte stets in gleicher Qualität erhalten bleiben. Anschließend geht es ans Testen. Der schnellste Weg, das erfolgreichste App-Symbol zu finden, besteht in sequenziellen A/B-Tests. Je nach App Store gelten hier andere Vorgaben. Android-Entwickler haben es etwas einfacher, da mit Google Experiments Tests einfach eingerichtet und die Ergebnisse gesammelt werden können. iOS-Entwickler müssen dies über eine Drittanbieterlösung bewerkstelligen.

8. Optimale Ausbeute dank Screenshots

Bis zu fünf Screenshots im iOS App-Store und acht im Google Play-Store stehen zur Verfügung, um eine App zu bewerben. Die ersten beiden Screenshots sind am besten sichtbar, da sie in den Suchergebissen für den iOS App-Store angezeigt werden. Empfehlenswert ist zudem, bevor der Anwender die App lädt, eine spannende Geschichte zu erzählen, die sich am Interesse der Nutzer orientiert.

Durch kontinuierliche Tests und Bewertung der Werbe-Updates ist es möglich, die Sichtbarkeit und das Downloadvolumen seiner App zu erhöhen.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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