M-Pesa war der Vorreiter für mobile Zahlungen
Digitalisierung hilft afrikanischen Schwellenländern, mit technologischen Sprüngen direkt in die Moderne zu gelangen - zum Beispiel durch Mobilfunk, der leichter als ein Festnetz in abgelegenen Regionen zu installieren ist. Mobilfunktechnologie erlaubt es afrikanischen Ländern, ein paar technologische Zwischenschritte zu überspringen, etwa bei der Kreditvergabe. Sie konzentriert sich stärker auf größere Unternehmen, während kleine und mittlere Unternehmen sowie Privatpersonen häufig nur schwer Kredite erhalten.
Doch die Digitalisierung gibt auch der afrikanischen Wirtschaft neue Möglichkeiten. Mobile Technologien und digitale Plattformen ermöglichen es, Kredite schneller und leichter zugänglich zu machen. Kenia ist hierbei ein Vorreiter. Dies ist vor allem auf das mobile Zahlungssystem M-Pesa zurückzuführen. Es ermöglicht Nutzern, via Mobiltelefon Geld zu überweisen, Rechnungen zu bezahlen und Einkäufe zu tätigen. Die Plattform hat über 40 Millionen registrierte Nutzer.
Solche Zahlsysteme werden nun durch Digitalbanken erweitert, zum Beispiel Umba. Die 2018 gegründete Digitalbank operiert in Kenia und Nigeria und hat sich von einem reinen Kreditgeber zu einer vollwertigen digitalen Bank entwickelt. Neben Krediten gibt es Festgeldkonten, Sparkonten und Geschäftssparkonten. Diese Strategie zielt darauf ab, eine umfassende Alternative zu traditionellen Banken zu bieten. Aktuell hat Umba eine Finanzierung von 5 Millionen US-Dollar erhalten, um sein Kreditportfolio in Kenia auszubauen.
Die Kombination aus einer jungen, technologieaffinen Bevölkerung und einer hohen Verbreitung von Mobiltelefonen bietet enorme Wachstumschancen für digitale Finanzdienstleistungen. Mit der richtigen Unterstützung durch Regulierungsbehörden und technologische Innovationen könnten Kenia und Nigeria weiterhin als führende Märkte für digitales Banking in Afrika fungieren.
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