Stärkung für das Smart-Home-Geschäft

Amazon übernimmt Router-Anbieter Eero

Um sein Geschäft im Smart-Home-Segment auszubauen hat sich Amazon einen Netzwerk-Profi ins Haus geholt und den Router-Anbieter Eero gekauft.

Alexa-Lautsprecher von Amazon

Amazon hatte seine Echo-Lautsprecher mit Alexa an Bord bereits verstärkt zu einer Schaltzentrale für diverse Smarthome-Technik wie Lampen, Steckdosen oder Türschlösser ausgebaut. ((Foto: Elaine Thompson/AP/dpa))

Die US-Firma Eero bietet sogenannte Mesh-Systeme an, bei denen mehrere Wifi-Router zusammengeschaltet werden, um größere Flächen ohne Geschwindigkeitsverlust abzudecken. Der Zukauf solle den Anschluss vernetzter Geräte im Haushalt erleichtern, erklärte Amazon. Ein Kaufpreis wurde zunächst nicht genannt.

Amazon hatte seine Echo-Lautsprecher mit der Assistenzsoftware Alexa an Bord bereits verstärkt zu einer Schaltzentrale für diverse Smart-Home-Technik wie Lampen, Steckdosen oder Türschlösser ausgebaut. Ein Fokus war zuletzt, die Installation der Geräte stark zu vereinfachen. Dafür können die Lautsprecher als Anschluss- und Knotenpunkt agieren. Mit dem Betrieb des WLAN-Netzes bekommt Amazon mehr Möglichkeiten, das vernetzte Zuhause zu optimieren.

Der weltgrößte Online-Händler scheute schon vorher nicht, sein Smarthome-Geschäft mit Übernahmen auszubauen und kaufte bereits die Sicherheitskamera-Anbieter Ring und Blink. Ring verkauft auch Türklingeln mit Kameras. Amazon bietet zudem Hausgeräte-Herstellern ein Einbau-Modul an, mit dem diese Alexa-Sprachsteuerung in ihre Technik integrieren können.

Eero versuchte nach Ankündigung der Übernahme Sorgen zu zerstreuen, Amazon könnte damit zu viel über die Nutzer erfahren. Eero sammele keine Daten zum Verhalten der Nutzer im Internet und das werde sich nicht ändern, erklärte die Firma bei Twitter. Die Router hätten auch keine Mikrofone, wurde in einem weiteren Tweet betont. Während Eero ein Pionier bei Technik für Mesh-WLAN im Haushalt war, bieten sie inzwischen diverse Firmen an - unter anderem Google und Netzwerk-Spezialisten wie Netgear oder Linksys. Apple hatte seine Produktlinie der Wifi-Router unter der Marke „Airport” hingegen eingestellt, statt auf den Mesh-Trend aufzuspringen.

dpa/pf

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