Longreads für das Wochenende

Amazons Jeff Bezos - CEO von "Evil Corp"?

Die Amazon-Story der New York Times sorgte für eine breite und vielstimmige Diskussion in den englischsprachigen Medien.

  1. Muss sich Amazon in "Evil Corp" umbenennen? Die New York Times hat in einem Ultralongread viele Hinweise dafür zusammengetragen, dass bei Amazon eine für das 21. Jahrhundert aktualisierte Version des Hardcore-Raubtierkapitalismus regiert. In Stichworten: Arbeiten bis zur Selbstaufgabe, weniger als 100 % Leistung führt zu Problemen, Krankheit oder Mutterschutz ebenfalls.
  2. Eine der ersten Reaktionen kam von Jeff Bezos selbst, der in dem Artikel sein eigenes Unternehmen nicht wiedererkannte.
  3. Auch andere Amazon-Mitarbeiter meldeten sich öffentlich. Nick Ciubotariu ist "Head of Infrastructure Development, Amazon.com Search Experience (SX)" und wirft der NYT vor, nicht objektiv berichtet zu haben.
  4. GeekWire hat mit zahlreichen aktuellen und ehemaligen Amazon-Mitarbeiter gesprochen und schildert ein durchaus vielfarbiges Bild.
  5. Julia Cheiffetz ist vor einem Jahr ausgestiegen und beschreibt ein Unternehmen, in dem zu viele Männer zu viel arbeiten.
  6. Mehal Shah ist ebenfalls ein Ehemaliger. Er beurteilt den NYT-Artikel als weitgehend korrekt und beschäftigt sich mit der Kritik von Amazon-Mitarbeitern daran.
  7. Ein anonymer Amazon-Mitarbeiter veröffentlichte das "Amazonian Manifesto", in dem unter anderem die Abschaffung verschiedener Feedback- und Ranking-Systeme gefordert wird.
  8. Hierzu hat GeekWire Jodi Kantor, einen der Autoren der NYT-Story interviewt.
  9. Der Guardian springt auf die Metaebene und fragt: Ist eine entspannte Arbeitskultur besser für die Mitarbeiter und wollen sie so etwas überhaupt?
  10. Doch jetzt, vor dem Start in das (vermutlich) letzte Sommerwochenende, noch rasch was (vorwiegend) Chilliges zum Abregen.

Bildquelle: Thinkstock

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