Samsung Galaxy Note Pro

Android-Phablet zum telefonieren und arbeiten

Das Samsung Galaxy Note Pro im Praxistest

  • Mit dem Galaxy Note Pro kann man nicht nur telefonieren, sondern auch nebenbei Notizen machen und z.B. Webseiten nachsehen.

  • Mit dem Stift des Note Pro kann man schnell Dokumente elektronisch markieren und mit der passenden App rechtsverbindlich unterschreiben.

  • Das Galaxy Note Pro kann fünf Apps gleichzeitig darstellen.

Neulich stehe ich in der Tram und lasse mich ordentlich durchschütteln. Da rumort es plötzlich in meinem Rucksack. Das kann ich nicht ignorieren, denn ein enervierender Pfeifton wird immer lauter. Also ziehe ich das Samsung Galaxy Note Pro hervor. Das alleine wäre heutzutage nichts ungewöhnliches, würde ich nicht ein Headset anstöpseln und mit einer Wischgeste das Gespräch annehmen. Schon treffen mich die ersten ungläubigen Blicke der Umstehenden.

Zugegeben: Das Samsung Galaxy Note Pro ist das größte Phablet am Markt und fällt schon allein aufgrund seines Formates von fast einer Din-A4-Seite aus dem Rahmen. Damit zu telefonieren, fällt aber wirklich auf, zumindest, wenn man wie ich sein Bluetooth-Headset zu Hause vergessen hat und nicht mit dem Phablet in der Tasche telefonieren kann. Die Gesichtsausdrücke der Mitreisenden verorten mich dann aber eindeutig jenseits vom Mars, als ich aus dem Note Pro den Stift herausziehe und während des Gespräches auf dem Gerät handschriftliche Notizen mache. Es ist ungeheuer praktisch, mit dem Phablet im Arm zu telefonieren und parallel im Web zu surfen oder eine App zu nutzen wie das eingebaute S Note. Dank der Notiz-App hört endlich die leidige Zettelwirtschaft auf und alle gelegentlichen Notizen sind sauber auf dem Gerät abgelegt. Auch Terminkalender und Kontaktdatenbank lassen sich mit dem Stift bedienen. Wenn meine Mitfahrer allerdings wüssten, dass ich das Gespräch mit der S-Voice-App gleichzeitig mitschneide und später synchron zu meinen Notizen wieder abspielen kann, dann würden sie wahrscheinlich eher denken, ich käme vom Pluto.

Held des Tages

Neulich im Flieger, kurz bevor die Türen schließen, meldet sich ein Kollege und schlägt Alarm. Für einen meiner Texte muss ganz dringend die Freigabe erteilt werden. Mir bleiben geschätzte zwei Minuten für eine Antwort. Also nochmal das Galaxy Note Pro ausgepackt, per UMTS eingewählt und die Mail gecheckt. Als ich das PDF öffne, trifft mich fast der Schlag: sachliche Fehler und Vertauschungen allenthalben. Bis ich das durchtelefoniert habe, ist der Flieger längst in der Luft oder die Flugbegleiterin lässt es erst gar nicht so weit kommen. Wenn ich versuche, das selbst zu editieren, dann reicht die Zeit auch nicht. Also zücke ich den elek­tronischen Stift und ergänze das PDF mit handschriftlichen Anmerkungen. Es geht deutlich schneller, die Fehler anzustreichen und die notwendigen Vertauschungen zu markieren, als sie durchzuführen. Gerade noch rechtzeitig schaffe ich es, ein neues PDF zu generieren und in einer Mail rauszuschicken, bevor die Stewardess mich an die Luft setzt. Einmal mehr schaffe ich die Deadline und fühle mich wie der Held des Tages.

Neulich ruft mein Chef an und klingt ganz aufgelöst. Ein Termin mit einem wichtigen Kunden muss auf dessen Wunsch hin verschoben werden. Außerdem müssen unbedingt noch zwei Mitarbeiter hinzugezogen werden. Und er kommt zum neuen Termin vom Golfen (woher sonst) und weiß nicht, ob er es verkehrstechnisch schaffen kann. Da ich mit dem Galaxy Note Pro telefoniere, ist das alles kein Problem. Schnell Kalender, Kontakte, Chat und Browser mit einem Map-Dienst nebeneinander aufgemacht und schon geht’s los. Während ich meinen Chef mit den neuesten Neuigkeiten über den Kunden bei Laune halte, chatte ich schnell mit den Kollegen, ob sie den Termin möglich machen können, schaue im Map-Dienst die Stauprognose an, beruhige meinen Chef, dass er es locker schaffen wird, wenn er zwanzig Minuten mehr einplant, lege schließlich den Termin im Kalender um, informiere den Kunden, dass die Verschiebung geklappt hat, und meinem Chef fällt ein Stein vom Herzen. Nachdem ich aufgelegt habe, wird mir klar, mit einem Smartphone hätte ich das nicht hinbekommen.

Schwarz auf Weiß

Neulich spricht mich der Vertriebsleiter an und klagt mir sein Leid. Er soll die Bestellungen, die unser Außendienst bei unseren besten Kunden einsammelt, schneller bearbeiten, aber die Rechtsabteilung besteht auf einer rechtsgültigen Unterschrift. Also muss jede Bestellung mit der Unterschrift des Kunden versehen gefaxt werden, um bearbeitet zu werden. Schneller geht es nicht. Das wollen wir erstmal sehen, sage ich und zeige ihm auf dem Galaxy Note Pro eine Unterschriften-App, bei der die Unterschrift der Kunden mit dem elektronischen Stift eingegeben und über einen zentralen Server, auf dem die Unterschriftenmuster der Kunden hinterlegt sind, rechtsverbindlich authentifiziert werden kann. Das wird sicher teuer, meint der Vertriebsleiter. Muss nicht sein, sage ich, denn es gibt verschiedene Dienste mit ähnlicher Funktionalität, bei denen man sicher einen guten Staffelpreis heraushandeln kann. Da ist der Vertriebsleiter wieder in seinem Element, denn von Preisverhandlungen versteht er etwas. Noch ein glücklicher Kunde, denke ich mir im Stillen.

Querdenken

Neulich in der Hängematte habe ich eine richtig gute Idee. Die will unbedingt festgehalten werden, aber leider will kein Papier zur Hand. Also wechsele ich in meinem Phablet zur S-Note-App und fange an, die Idee mit dem elektronischen Stift zu formulieren. Die Skizze gerät etwas breiter aber, S Note besteht darauf, nur hochkant den vollen Bildschirm ausnutzen zu können. So was Blödes denke ich! Doch da kommt mir die rettende Idee. Ich schalte die Bildschirmdrehung ab und schreibe einfach quer in die App*. Eine dreiviertel Stunde und sieben angefüllte Seiten später geht mir ein Licht auf. Mit dem Galaxy Note Pro gibt es nun wirklich keinen Unterschied mehr zwischen elektronischem und echtem Papier. Auf dem fast Din-A4-großen Gerät kann ich mich so richtig kreativ austoben, fühle mich nicht eingeschränkt und kann meinen Gedanken freien Lauf lassen.

Das Mathe-Genie

Neulich steht meine Tochter vor mir und fragt mich mit einem unschuldigen Lächeln auf den Lippen, wozu man Mathematik eigentlich braucht. Mir schwant nichts Gutes und tatsächlich kommt nach einigem hin und her heraus, dass sie in der letzten Matheschulaufgabe mächtig danebengelangt hat. Die leidigen Kurvendiskussionen liegen ihr nicht, man könne die Übungsaufgaben nirgends überprüfen. Das stimmt so nicht ganz, denke ich, zücke mein Galaxy Note Pro und ziehe den Stift heraus. In dem Menü, das sich öffnet, wähle ich die Suche aus und kann dort – gut versteckt – Formeln eingeben. Als ich dann die Suche öffne, greift das Gerät auf Wolfram Alpha zu und es erscheint eine vollständige Kurvendiskussion, wie ich sie selber kaum hinbekommen hätte. Als meine Tochter das sieht, bekommt sie einen Gesichtsausdruck, als würde sie für das Note Pro töten wollen! Ich verspreche ihr schnell, bei den Hausaufgaben zu helfen, und verrate ihr nicht, dass man Wolfram Alpha aus jedem Browser aufrufen kann. Da kommt sie schon selbst früh genug drauf. Hoffentlich nachdem sie ein paar Übungsaufgaben selbst gerechnet hat.

Kommunikationszentrale

Neulich packt mich im Zug die Langeweile und ich probiere einmal aus, wie viele soziale Netzwerke ich gleichzeitig konsumieren kann. Dank des Multi-Window-Modus-Note Pro gelingt es mir, Twitter und Google Hangouts als App sowie Facebook, Whatsapp und ein Browserfenster gleichzeitig am Bildschirm zu öffnen. Auf einem Desktop wäre das kein Problem, auf einem Phablet ist das schon eine Leistung. Obwohl das Gerät an der Leistungsgrenze agiert, geht da im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab. Bei einem Smartphone oder Mini-Tablet wäre die Anzeige viel zu klein, das Note Pro bietet mit einer 12-Inch-Bildschirmdiagonale hingegen genug Platz. Allerdings haben die skalierten Fenster so kleine Bedienelemente, dass man sie nur noch sinnvoll mit dem Stift bedienen kann. Andere soziale Medien wie Xing, Linkedin oder Skype sind nur über native Apps zugänglich, die den ganzen Bildschirm und die Kamera für sich haben wollen. Sie können im Multi-Window-Modus nicht mitspielen. Beschränke ich mich auf vier Apps oder Browser, kann ich diese nebeneinander darstellen und als Konfiguration abspeichern, die ich jederzeit wieder aufrufen kann. Auch nur vier Strömen zu folgen, ist schon ganz schön anstrengend, aktiv daran teilzunehmen, hingegen eine echte Herausforderung. Die Konfiguration reicht locker, um meine tägliche Dosis an Informationsüberladung zu decken.

Auf nach Fort Knox

Neulich steht mein Chef in der Tür und sieht wirklich nicht gut aus. Vor lauter Angst um unsere Firmendaten konnte er nicht schlafen. Er ist überzeugt, unsere mobilen Geräte seien so offen wie ein Scheunentor und unsere Daten früher oder später verloren. Da zeige ich ihm Samsung Knox auf dem Note Pro und erkläre ihm, dass nicht nur das Gerät einen sicheren Kernel lädt, sondern dieser auch laufend hardwaretechnisch durch Checksummenbildung auf Malware untersucht wird. Knox stellt außerdem einen sicheren Container zur Verfügung, in dem Apps abgeschottet laufen und in dem alle Daten verschlüsselt sind. Sollte ein Gerät verlorengehen, kommt ein Dritter nicht an die Daten heran. Außerdem kann ich von der Administratorenschnittstelle ein verlorenes Gerät auch aus der Ferne löschen. Knox präsentiert sich wie eine eigene App-Umgebung mit eigenen Applikationen. Die Knox-Apps laufen, wenn sie gestartet sind, neben normalen Apps, sie sind nur entsprechend gekennzeichnet und sicher verschlüsselt. Dass er im Know-App-Store gleich alte Bekannte wie SAP oder auch Evernote findet, freut ihn, aber nur halb beruhigt wendet mein Chef triumphierend ein, dass über einen Screenshot immer Daten abgegriffen werden können. Als ich ihm zeige, dass man in Knox-Anwendungen keine Screenshots machen kann, ist er überzeugt und will gleich nach Knox umziehen. Kein Problem sage ich. Dass wir vielleicht erst einmal eine Verschlüsselung auf unserem Mailserver einführen sollten, sage ich ihm aber erst, wenn er wieder durchgeschlafen hat.

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