Digital-Health-Startup Arya

App hilft gegen Depressionen

Die Agaplesion gemeinnützige AG unterstützt das Digital-Health-Startup Arya mit zwei Stipendien: Dabei entwickeln die Gründerinnen Kristina Wilms und Purcy Marte eine App, die im Behandlungsprozess bei Depression entscheidende Unterstützung leisten soll.

Eine App gegen Depressionen

Die App von Arya soll im Behandlungsprozess bei Depression entscheidende Unterstützung leisten.

Die geförderte „Arya App“ soll mehrere Features umfassen, die gemeinsam mit Hilfe von Patienten, Therapeuten und Wissenschaftlern entwickelt werden und die Behandlung von Depressionen in allen Phasen unterstützt. Die erste kostenlose Version der App mit dem Kernelement der „Selbstbeobachtung“ (für Patienten) ist bereits kostenlos in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. In den nächsten Wochen soll die Anbindung an den Therapeuten mittels einer Benutzeroberfläche hinzukommen.

Laut Anbieter folge u.a. die Entwicklung individueller Tipps zur Tagesstrukturierung und mobilen Hausaufgaben. Die Integration von künstlicher Intelligenz, um Betroffene bestmöglich zu unterstützen, ist ein langfristiges Ziel. Das Stipendium läuft über zwei Jahre. „Wir haben den Ansatz bereits von unseren Fachärzten evaluieren lassen und sehen großes Potential“, erklärt Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender Agaplesion gAG.

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Darüber hinaus hat der Agaplesion-Konzern 20 weitere Innovationsprojekte ins Leben gerufen, um neue Chancen für die Patienten der eigenen Krankenhäuser sowie die Bewohner der Wohn- und Pflegeeinrichtungen zu erschließen. Um einen reibungslosen Informationsaustausch auch über Sektorgrenzen hinweg zu ermöglichen, will man beispielsweise bis Ende 2017 die mobile digitale Patientenakte in der Fläche umsetzen. Die Pilotphase in mehreren großen Häusern sei bereits abgeschlossen, heißt es in einer Pressemeldung.

„Die Zukunft wird digital sein“, erläutert Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender Agaplesion gAG, seine Motivation, die Digitalisierung seiner Häuser voranzutreiben. „Vielen im Gesundheitswesen wird das erst langsam bewusst. Wesentliche Innovationen kommen häufig aus anderen Branchen als der eigenen. Darum schauen wir, welche Entwicklungen aus dem digitalen Bereich das Gesundheitswesen nach vorn bringen können.“

Hinter Agaplesion verbirgt sich eine gemeinnützige Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, die vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen stärken möchte. Zum Konzern gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 26 Krankenhausstandorte mit über 6.300 Betten, 35 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit über 3.000 Pflegeplätzen und zusätzlich 800 betreute Wohnungen, vier Hospize, 20 medizinische Versorgungszentren, acht ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. Darüber hinaus bildet man an 19 Standorten im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege aus und beschäftigt mehr als 19.000 Mitarbeiter, die pro Jahr über eine Million Patienten versorgen.

Das eingangs erwähnte Stipendium vergibt der Konzern im Rahmen des eigens gegründeten „Flying Health Incubator“, der Digital-Health-Startups im Herzen von Berlin ein zweijähriges Programm bietet, um innovative Lösungen für das Gesundheitswesen zu entwickeln. Mit Experten sowie einem Netzwerk aus Industriepartnern und Gesundheitswirtschaft will der Incubator den Weg der Technologien bis zur Marktreife unterstützen.

Bildquelle: Ina Palacios

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok