Update: Kleines iPad Pro vorgestellt

Apple, das iPhone SE und das FBI

Wird das nächste iPhone klein? Bleibt das iPad groß? Darf Apple verschlüsseln? Antworten finden Sie in den Longreads.

Tim Cook wirkt nicht amüsiert

UPDATE: Apple hat wie erwartet seine Produktpalette gepflegt. Neu im Programm sind jetzt ein kleineres iPhone SE mit klassischem 4-Zoll-Display und ein iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display. Das SE wird zudem einen fast schon revolutionär niedrigen Preis erhalten: 399 Dollar oder 489 Euro für die 16-GB-Version. Weitere Details stehen hier. Die genauen technischen Angaben zum kleinen iPad Pro finden sich ebenfalls auf der Apple-Website.

Wenn Apple-CEO Tim Cook vor die Weltöffentlichkeit tritt, geht es nur noch um die Performance. Der Inhalt ist längst bekannt. Wie immer wälzt die Gerüchteküche schon seit Wochen das Thema um: Welche neuen Geräte werden vorgestellt? Ist diesmal das nächste große Ding dabei? Müssen wir Innovationen mit der Lupe suchen?

Weniger innovativ als vielmehr mutig in einer Zeit der Riesentelefone ist die Vorstellung eines Winzlings mit nur 4 Zoll. Das Gerät soll eine Art Kreuzung aus den Modellen 6 und 5s sein. Nach Ansicht von Jan Dawson auf Re/Code passt ein iPhone SE aber in das Hardware-Lineup von Apple.

Tatsächlich vernachlässigt der Markt Leute, die keine monströse Wuchtbrumme, sondern lieber ein kleines, leistungsfähiges Smartphone haben wollen. Es ist aber natürlich fraglich, wie groß die Nische der Downsizing-Freaks ist.

Sonst gibt es sicher noch ein neues iPad und eine neue Version von iOS. Sie wird die Nummer 9.3 tragen und keine großen Überraschungen bringen. Die Details sind schon seit einigen Wochen bekannt: Einen Multiuser-Mode für iPads, verschlüsselte Notizen, Anpassung des Weißabgleichs an die Umgebungshelligkeit sowie viele weitere Verbesserungen und Ergänzungen.

Apple vs. FBI

Viel interessanter ist die Entwicklung und Diskussion des Falls "Apple vs. FBI". Kara Swisher bringt in ihrem Podcast alles Wissenswerte über den Fall. Das Time-Magazin ergänzt die Fakten durch ein ausführliches Interview mit Tim Cook. Quartz gibt einen interessanten Überblick über die fünf Stunden dauernde Anhörung vor dem Kongress.

Die Sache sieht ganz grob so aus: Apple hat das Gesetz auf seiner Seite, was diesen und jenen Gesetzeshüter aber stört. Dabei ist Apple - wie andere Techies - gar nicht unbedingt gegen die Herausgabe von Daten seiner Kunden im Falle von Ermittlungen. Das Problem ist anderswo. Steve Wozniak hat es gut zusammengefasst: Jede Backdoor wird zwingend zum Scheunentor für Kriminelle.

Der Apple/FBI-Case hat aber auch einen weiter führenden Aspekt: Wird das Beharren auf digitaler Privatsphäre zum Partisanentum? fragt der Atlantic. Der Zusammenbruch der Privatsphäre hat gerade erst begonnen, schließt Cory Doctorow aus dem Fall. Und Shoshana Zuboff von der Harvard Business School hebt das Thema auf eine allgemeinere Ebene: Wir leben im Überwachungskapitalismus.

Bildquelle: Thinkstock

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