Barrierefreiheit, AR, Machine Learning, Apple Pay und mehr

Apples neue iOS 11 Features im Überblick

Bald ist es soweit, Apple stellt Mitte September dieses Jahres das neue iPhone und das neue Betriebssystem iOS 11 vor. Bereits am 08. August wurde die 5. Beta-Version des Betriebssystems iOS 11 veröffentlicht. Johannes Ruof, Udemy-Dozent und iOS-Entwickler, hat einige der neuen Features und Updates unter die „Entwickler-Lupe“ genommen.

  • iOS 11: Auch mit dem Pencil ist Multi-Tasking möglich.

    iOS 11: Auch mit dem Pencil ist Multi-Tasking möglich.

  • iOS 11: Im Splitview ist nun auch Drag&Drop möglich.

    iOS 11: Im Splitview ist nun auch Drag&Drop möglich.

Apple stellt traditionsgemäß den registrierten Entwicklern bereits im Voraus die Beta-Version zur Verfügung, sodass diese vor der offiziellen Veröffentlichung getestet werden kann. Aus Entwickler-Sicht gibt es in iOS 11 einige Updates, die nicht nur die Arbeit der iOS-Entwickler, sondern auch die Apps der Zukunft stark beeinflussen werden.

Intuitive Bedienung und Barrierefreiheit

Apple hat sehr viel an der intuitiven Bedienung gearbeitet. Besonders das neue „Control Center“ ist gelungen, da jetzt deutlich mehr Funktionen mit nur einem einzigen Wisch angezeigt werden.

Siri wird smarter

In iOS 11 bietet Siri die Option, Fragen einzutippen statt nur einzusprechen, was für Menschen mit Sprachbehinderungen einen immensen Vorteil bietet. Die standardmäßig vorhandene Funktionalität wie „text-to-speech“ und die verbesserte Voice Over-Funktion, die nun auch Text auf Bildern erkennt, die keinen Alternativ-Text bieten, sind ein großer Schritt und besonders für Menschen mit Sehbehinderungen sehr hilfreiche Features. Es ist schön zu sehen, dass Apple auf dem Feld der Barrierefreiheit dazugelernt hat. Apple hat sich dank iOS als Betriebssystem zum Vorreiter im Bereich Barrierefreiheit etabliert.

Hier finden Sie alle iOS 11 Neuerungen für die Endnutzer in der Überblick

Augmented Reality

Das beeindruckendste Feature von iOS 11 ist vermutlich die Einführung des AR-Kit „Frameworks“, welches Programmierern ermöglicht, eigene Augmented Reality-Apps zu entwickeln. An dem AR-Kit wird in Zukunft vermutlich nicht viel vorbeiführen. Augmented Reality ist eins der interessantesten Themen, mit enormem Potential. Dadurch, dass man nicht mit den Problemen von Virtual Reality zu kämpfen hat – also Nebenwirkungen wie Schwindel oder Übelkeit – spricht es sehr viel mehr Leute an.

Jedes iOS-Gerät, das einen A9 Chip besitzt (ab der iPhone-Generation 6S), kann Augmented Reality (AR) umsetzen. Die Zielgruppe für mögliche Apps vergrößert sich dementsprechend, da neben dem Handy keine weitere Peripherie benötigt wird. Das ist für Entwickler spannend, da der App-Markt bei AR noch weitestgehend unerschlossen ist.

Die einzige bis jetzt wirklich existierende AR-App „Pokémon Go“ ist seit Veröffentlichung eine der erfolgreichsten Apps aller Zeiten und zeigt, dass sich hier ein Riesenpotential für Entwickler versteckt. Sie haben jetzt die Möglichkeit, relativ einfach eigene AR-Apps zu veröffentlichen.

Machine Learning

Dasselbe gilt für Machine Learning: Das Core ML Framework wird eine ziemlich große Rolle spielen, denn es ermöglicht Entwicklern die Umsetzung von spannenden Features, wie Gesichts- und Texterkennung. Machine Learning, macht es möglich durch Modelle und Daten einem System bestimmte Dinge beizubringen, wie zum Beispiel die Zuordnung eines Bildes zu einer Kategorie oder einem Gegenstand. Dadurch können diese Systeme durch den Benutzer trainiert werden und so immer bessere und effektivere Verwendung ermöglichen.

Lesen Sie unseren Lexikon-Eintrag: Wie funktioniert Machine Learning?

Somit erlangen diese Systeme, die in diesem Zusammenhang oft genannte Künstliche Intelligenz, ohne dass alles von Anfang an in der App programmiert sein muss. Das Programm lernt selbst neue Dinge dazu. Ein Beispiel ist eine Smart Home-App, die sich an die Gewohnheiten des Benutzers gewöhnen kann, also zum Beispiel morgens Lichter anschaltet oder bei dem Verlassen des Hauses alle elektrischen Geräte automatisch abschaltet.

Apple Pay

„Apple Pay“, das hauseigene mobile Zahlungssystem von Apple, arbeitet mittels der Near Field Communication (NFC). Zahlungen können mit der App „App Wallet“ und der „Apple Watch“ getätigt werden. Das Update von „Apple Pay“ ermöglicht jetzt auch Person-to-Person-Transaktionen via iMessage. Mobiles Bezahlen wird so unter Freunden und Bekannten schneller und einfacher funktionieren.

Apropos iMessage: Die App ist jetzt mit iCloud verbunden und ermöglicht es somit, Gespräche auf dem Mac oder dem iPhone weiterzuführen.

Bildquelle: Apple

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