App-Trends

Apps jetzt auch im Abo und für die Blockchain

Der Markt für mobile App verändert sich ständig, auch im Jahre zehn nach dem Start des Apple App Store. Hier ein Blick auf aktuelle Entwicklungen.

Neue App-Trends

Neue App-Trends

Ein wichtiger aktueller Trend im App-Markt sind sogenannte Lite-Apps. Das sind abgespeckte Versionen von bekannten Apps wie beispielsweise Facebook, Instagram, Spotify oder Youtube. Sie sind für sparsam ausgestattete Smartphones optimiert. Für solche Geräte ist auch Android Go gedacht. Das ist eine Variante des Betriebssystems mit geringen Anforderungen an Leistung und Speicherplatz. Auch hierfür gibt es Apps, die Go-Apps heißen. Sowohl Lite- als auch Go-Apps können - wenigstens auf Umwegen - auf beliebigen Smartphones eingesetzt werden.

Zersplitterung des App-Marktes

Doch Apps neigen nicht nur zu Gigantismus, sondern auch zur Zersplitterung. Es gibt in den Appstore beider Mobilbetriebssysteme Abermillionen Apps. Für jedes Anwendungsszenario gibt es meistens sogar Dutzende. Viele Nutzer stoßen damit schnell an ein Problem: sie erfüllen viele nützliche Aufgaben mit dem Smartphone und brauchen dafür jeweils eine eigene App. Es gebe zu viele App-Silos, ärgert sich Ingo Notthoff, der Marketingchef der T-Systems MMS in seiner Kolumne in der InternetWorld.

Notthoff erkennt in Asien einen neuen Trend: Die Konzentration vieler Funktionen in einer App. Modell für diese Bündelung ist WeChat vom chinesischen Internetkonzern Tencent. Ursprünglich ein Messenger, kann man mit der App nun auch bezahlen, Taxis rufen, Lebensmittel oder Essen bestellen, einen Job suchen oder einen Arzttermin buchen. Gut möglich, dass sich so etwas auch hierzulande durchsetzt, denn der Komfort für die Nutzer ist größer als bei vielen kleinen App-Silos.

Apps soll es bald auch im Abo geben

Ob Apple wohl auf diesen Trend aufspringen wird? Das Unternehmen ist ja bekannt dafür, vieles anders zu machen als andere. Und so will Tim Cook vom App-Einzelverkauf abrücken, sondern die Apps in Abonnements verfügbar machen. Eine entsprechende Abo-Funktion gibt es bereits und erste Apps setzen bereits darauf. Bei der Masse an Umsätzen im App Store von Apple ist das nur ein geringer Anteil.

Zudem handelt es sich vorwiegend um Apps, die ohnehin mit einem Abo-Service verbunden sind, etwa Netflix oder Spotify. Apple möchte aber mehr Entwickler davon überzeugen, auch andere Arten von Apps als Abonnement anzubieten. Bei Cloud- und Desktop-Software hat sich das ja schon durchgesetzt. Damit die Entwickler so etwas auch bei mobilen Apps erwägen, gibt es Rabatte auf die Provision für Apple: Nur noch 15 statt 30 Prozent ab dem zweiten Jahr.

Erster Store für Blockchain-Apps

Von solchen strategischen Überlegungen noch sehr weit entfernt sind die sogenannten dApps. Das sind dezentralisierte Apps, die mit einer Blockchain verbunden sind, die für Identifikation und anonyme, verschlüsselte Datenspeicherung sorgt. Mit dieser Technologie können beispielsweise dezentrale soziale Netzwerke oder verschlüsselte Messenger entwickelt werden. Dank Blockchain ist der Besitzer der Daten auch der einzige, der darauf zugreifen kann.

Inzwischen gibt es viele unterschiedliche dezentrale Apps, auch Office-Alternativen mit dezentraler und verschlüsselter Datenspeicherung. Es sind wohl inzwischen 1000 unterschiedliche Apps, viele davon im Zusammenhang mit Kontowährungen und natürlich sehr viele Spiele. Und es gibt inzwischen auch eine Art App Store für die Apps, den gerade erst gestarteten Service EveryDapp.

Bildquelle: Thinkstock

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