Vor allem in Großstädten werden Lösungen benötigt, die unkompliziert beim Recycling helfen.
Zu Corona-Zeiten ist eine Rekordmenge an Haushaltsabfällen entstanden. Das Statistische Bundesamt konnte deutlich mehr Sperrmüll pro Kopf feststellen als vor der Pandemie. Mit dem steigenden Verbrauch steigt auch die Beliebtheit innovativer Nachhaltigkeitslösungen. In Schweden, England und Portugal ist die On-Demand Abholung von Altlasten bereits gang und gäbe. Auch in Deutschland steigt die Beliebtheit solcher Anwendungen.
Großstädte brauchen unkomplizierte Lösungen, um alltägliche Aufgaben ohne Auto zu bewältigen – wie sie etwa die App Tiptapp anbietet, die Hilfe beim Recycling, beim Transport eines Sofas oder bei der Lieferung eines Secondhand-Stücks nach Hause bietet. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise durch eine App 299.560 Mal um Hilfe gebeten und 7,5 Mio. Euro an Nutzer ausgezahlt, die sich durch Hilfe beim Transport von Gegenständen und bei der Wiederverwertung von Abfall etwas dazuverdienten. Das bestätigt den starken Bedarf solcher Lösungen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Online-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo der Print-Ausgabe.
Daten von Anwendern zeigen den größten Anstieg bei „Giveaways“, dem Verschenken von Gegenständen. Dabei kann es sich beispielsweise um Kinderbetten, Couchtische oder sogar Trampoline handeln – fast alles findet ein neues Zuhause. Viele Menschen denken heutzutage nachhaltiger und spenden Dinge, die ihnen keine Freude mehr bringen oder kaufen Secondhand. Das ist oft mit Mehraufwand verbunden, da der Transport eigenständig organisiert werden muss. Gebrauchsgegenstände nach Hause zu bekommen, kann oft schwierig sein und die Kaufentscheidung beeinflussen. Deswegen müssen neue Wege gefunden werden, um Wiederverwendung zu fördern und um es einfacher zu machen, nachhaltig zu konsumieren.
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