Mobile Business in Peru

Auf den Spuren der Inkas

MOBILE BUSINESS blickt ins Ausland und sammelt mobile Fakten – diesmal aus und über Peru

Machu Picchu, Peru

Dank zahlreicher Apps und guter Mobilfunkabdeckung an den Touristen-Hotspots können sich Reisende in Peru bequem auf die Spuren der Inkas begeben.

Wer als Urlauber und Abenteurer ins lateinamerikanische Peru reist, wird garantiert einen Zwischenstopp am Titicacasee in den Anden einlegen und auch der Ruinenstadt Machu Picchu einen Besuch abstatten. Dank zahlreicher Apps und guter Mobilfunkabdeckung an den Touristen-Hotspots können sich die Reisenden bequem auf die Spuren der Inkas begeben. Doch wie sieht es in den zerklüfteten Tälern des Landes aus? Ist man dort auch jederzeit online? MOBILE BUSINESS hat das landschaftlich abwechslungsreiche Peru hinsichtlich seiner „Mobility“ einmal genauer unter die Lupe genommen.

  • Um hohe Telefonkosten in Peru zu vermeiden, sollten sich Reisende eine Pre-Paid-SIM-Karte zulegen, sofern es ihr eigenes Gerät zulässt. Entsprechende SIM-Karten sind beispielsweise bei Ankunft am Jorge Chavez International Airport erhältlich. Alternativ können direkt vor Ort Mobiltelefone mit lokaler SIM-Karte für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden. Nicht zuletzt verkaufen wohl einige Shops Pre-Paid-Handys gegen Vorlage eines Personalausweises und unter Angabe einer örtlichen Adresse (etwa des Hotels, in dem man gastiert). Wirklich legal ist letzteres aber sicherlich nicht.
  • Im März 2013 gab es im Distrikt Huachocolpa (Provinz Tayacaja) in der peruanischen Andenregion Huancavelica Sprengstoffanschläge auf drei Handy-Masten. Bei diesen Masten, die von América Móvil Perú – Claro im Rahmen des Telefon- und Internetinfrastruktur-Förderprogramms Fitel aufgestellt wurden, soll es sich um ganz normale Mobilfunk-infrastruktur gehandelt haben. Allerdings wurde sie wohl auch genutzt, um den Kontakt zwischen Informanten und Sicherheitskräften im Rahmen der Drogenbekämpfung aufrecht zu erhalten. Schließlich gehört Huachocolpa zu der Region, in der Coca-Pflanzen z.B. für die Drogenproduktion angebaut werden.
  • In den Großstädten Perus gibt es zahlreiche Wifi-Hotspots, etwa in Shopping-Centren, einigen Cafés, Restaurants und sogar in Parks. Auch Hotels und Hostels bieten bisweilen kostenloses Wlan an. Am internationalen Flughafen der Hauptstadt kann man indes in der Warte- und Abflughalle, VIP-Lounge sowie im Shopping-Bereich Peru Plaza im Word Wide Web surfen.
  • Nicht jedes Mobiltelefon lässt sich auch in Peru verwenden. Der Hintergrund: In Lateinamerika werden für Handys andere Frequenzen genutzt. Während in Europa vor allem Frequenzen um 900 sowie 1.800 MHz vorherrschen, nutzen die großen Anbieter Telefónica/Movi-star und América Móvil/Claro in Peru Frequenzen um 850 und 1.900 MHz. Weitere Anbieter: Entel und Bitel.
  • Die peruanische Telekommunikationsaufsichtsbehörde Osiptel stellt online ein System bereit, mit dem überprüft werden kann, ob es in bestimmten Gebieten in Peru Mobilfunkempfang gibt. Hierzu müssen Nutzer lediglich die Region, Provinz oder den entsprechenden Distrikt in ein Suchfeld eingeben und den bzw. die gewünschten Provider anklicken. Schon werden sie darüber informiert, mit welchem Empfang sie in jenem Gebiet rechnen können.
  • Das Mobilfunknetz in den peruanischen Großstädten wie Lima, Arequipa, Chiclayo, Cajamarca, Piura, Tacna oder Trujillo ist mittlerweile sehr gut ausgebaut – auch auf mobiles Internet mit angemessener Geschwindigkeit muss nicht verzichtet werden. Auch in vielen Mittelzentren soll das Telefonieren und Surfen mit dem Handy problemlos möglich sein. Selbst in der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu gibt es Empfang! Schwieriger wird es, in zerklüfteten Tälern ein Telefonat zu führen.
  • Neben Alkohol, Drogen, Sekundenschlaf und Schäden am Auto ist laut Angaben der peruanischen Nationalpolizei die Mobilgerätenutzung am Steuer immer häufiger Ursache für schwere Unfälle. Im Jahr 2012 soll z.B. in Lima die Handynutzung am Steuer für beinahe jeden vierten Autounfall verantwortlich gewesen sein. Angeblich wurden 175 entsprechende Unfälle registriert. Grundsätzlich ist es in Peru verboten, das Handy am Steuer zu bedienen. Wer sich nicht an die Regel hält und erwischt wird, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen.
  • In Kooperation mit Mastercard stellte der Mobilfunkanbieter Movistar vor ein paar Monaten mit „Tu Dinero Movil“ („Your Mobile Money“) den ersten „Electronic Money Service“ in Peru vor, mit dem Kunden ihre Geldtransfers via Mobiltelefon steuern können. Sie benötigen keinen Bank-Account, um den Service nutzen zu können. Außerdem sei „Tu Dinero Movil“ mit zahlreichen Mobiltelefonen kompatibel.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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