Neue robuste Mobil-Computern bei BASF

Auf Herz und Nieren getestet

Die BASF in Düsseldorf suchte Terminals für Gabelstapler, Handscanner und EX-geschützte Tablets für Lageranwendungen >>>

Stapler mit Tablet PC

Für die umfangreichen Lagerbewegungen suchte BASF Geräte für die mobile Datenerfassung.

Die wichtigsten Anforderungen an die MDE-Geräte waren die Industrietauglichkeit, die Ergonomie und die Kompatibilität mit dem SAP-ERP-System. Entschieden wurde nach einem mehrmonatigen Test.

BASF Personal Care & Nutrition entwickelt, produziert und vermarktet mit 1.200 Mitarbeitern ein breites Sortiment an Inhaltsstoffen für die Kosmetikindustrie sowie für Haushalts- und Industriereiniger auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Für die umfangreichen Lagerbewegungen sollten zeitgemäße Geräte für die mobile Datenerfassung eingeführt werden. „Wir hatten konkrete Anforderungen an die Technik, an die Ergonomie und an den Support der Geräte. Bei der Auswahl ging es außerdem um einen zuverlässigen Lieferanten und Dienstleister“, berichtet Marius Hermsen, Team Lead für Application Systems und Warehousing bei BASF Personal Care and Nutrition.

Die Lageranwendungen wie Warenvereinnahmung, -umfuhren, -bereitstellungen oder Inventuren werden bei BASF über SAP-Standard-Funktionen und in einem Warehouse-Managementsystem (WMS) bearbeitet. Mit den neuen Geräten sollte die Kommunikation nicht mehr auf Basis eines veralteten Netzwerkprotokolls, sondern auf zukunftsfähige Radio-Frequency-Lösungen (RF) umgestellt werden. Ziele waren sichere Verbindungen und geringere Kosten durch den Wegfall von Middleware-Servern. Zur direkten Anbindung an das SAP-System erforderte die SAP-ITS-Funktion (Internet Transaction Server) die Eignung der Geräte für Web-Applikationen mittels Industrie-Webbrowsern. Außerdem ging es um die Kompatibilität zum Produktions-WLAN mit WPA2, der sicheren Authentifizierung mit einem Preshared Key (PSK) und die Handscanner sollten sich per Bluetooth mit dem Stapler-Terminal verbinden. Zusätzlich stand ein Support der Geräte von mindestens fünf Jahren auf der Anforderungsliste.

Hermsen betont die Anforderungen an die Ergonomie: „Bei den Stapler-Terminals benötigen wir für die Bedienbarkeit der SAP-Dialoge ein erweitertes Sichtfeld von wenigstens 10-Zoll. Per Touchscreen nutzen die Mitarbeiter Funktionen wie einen Info-Button, wenn beispielsweise eine Palette auf einem gesperrten Platz abgestellt wurde. Wir brauchen außerdem Platz für weitere Zusatzfunktionen wie den Klärfall-Button für eine Störungsmeldung an SAP, wenn sich eine Palette nicht am registrierten Platz befindet. Diese Informationen sollen dann direkt in einem Arbeitsvorrat des klärenden Mitarbeiters landen.“

Bei den technischen Anforderungen an die MDE-Geräte waren Faktoren wie die Kompatibilität mit SAP-ERP und dem Industrie-WLAN, die Ergonomie und der Support entscheidend.

Test- und Auswahlprozess für MDE-Geräte

Das BASF-Unternehmen suchte auch einen neuen Lieferanten und Support-Partner. Es sollte ein erfahrenes Auto-ID-Systemhaus sein, dass jederzeit verfügbar ist und Anfragen zeitnah bearbeitet. „Wir benötigen einen guten und schnellen Support und wollen nicht ständig nachhaken müssen. Diesen Partner haben wir mit AISCI Ident gefunden“, berichtet Marius Hermsen. Den neuen Partner hatte der Team Lead über Empfehlungen von anderen BASF-Standorten gefunden.

Aisci hatte für die Technikauswahl unterschiedliche industrietaugliche MDE-Geräte zur Verfügung gestellt und den Prozess vor Ort begleitet. „Für eine solche Entscheidung können wir unsere Erfahrungen aus einer großen Zahl ähnlicher Industrieprojekte einbringen“, erläutert Uwe Nolte aus dem Vertrieb von Aisci Ident. Für Staplerterminals empfiehlt er eine Mindestgröße, damit SAP-Menus noch lesbar sind. Displays über 12 Zoll sind nach seiner Erfahrung für einen Stapler bereits zu groß und behindern die Sicht. Für mobile Anwendungen sind demnach Bluetooth-Handscanner vorteilhaft, können von den Staplerfahrern allerdings im Regal leicht liegengelassen werden.

Der Vertriebler betont die robuste Konstruktion von Geräten angesichts der ständigen Erschütterungen auf Gabelstaplern. Bei der Bedienung vom Stapler aus sei eine Leseentfernung von 3 bis 5 Metern zu beachten. Sollen auf dem Stapler Etiketten erstellt werden, sei auch die Stromversorgung des Druckers zu klären. So spreche der starke Verschleiß der Ladekontakte durch die starken Vibrationen gegen eine Ladestation auf dem Stapler.

Nach dem ersten Testlauf wurden die verbleibenden Geräte für einen Langzeittest ausgewählt. Im folgenden dreimonatigen Dauereinsatz ging es vorrangig um die Alltagstauglichkeit, die Ergonomie und die Systemstabilität. Dabei wurden auch Abbrüche der WLAN-Verbindungen und die Geschwindigkeit der Systemrückmeldungen untersucht. „Wir waren mit den Testergebnissen sehr zufrieden. Die gestellten Anforderungen wurden erfüllt“, fasst Marius Hermsen die Ergebnisse zusammen. Nach dem Test entschied sich BASF für die Staplerterminals VMT 7012 von ADS-Tec und für den Funk-Handscanner PowerScan PBT 9500 von Datalogic.

Nach dem Test entschied sich BASF für die Staplerterminals VMT 7012 von ADS-Tec und für den Funk-Handscanner PowerScan PBT 9500 von Datalogic.

In den Gefahrstofflagern der BASF gemäß ATEX-Zone 2 dürfen ausschließlich ATEX-zertifizierte Geräte eingesetzt werden. Auch hier hatte der Anbieter eine Gerätevorauswahl für Tests zur Verfügung gestellt. BASF wählte das zertifizierte Industrietablet AgileX und den Bluetooth-Handscanner BCS 3678 EX von Bartec aus.

Gute Ergebnisse für Technik und Support

„Wir nutzen die ausgewählte Technik jetzt seit vielen Monaten und die MDE-Geräte zeigen sehr stabile Laufeigenschaften und wir haben keine Probleme mit Systemabstürzen“, zeigt sich Marius Hermsen sehr zufrieden mit dem Betrieb. „Neben der Technik sind für uns der gute Support, die große Flexibilität bei Testgeräten und die schnelle Hilfe bei auftretenden Problemen mindestens genauso wichtig.“ So stellte sich heraus, dass bei den Schubmaststaplern die Fahrgastzelle wie ein Faraday’scher Käfig wirkt und den WLAN-Empfang zu stark einschränkt. Zusammen mit Aisci konnten zeitnah externe Antennen gesichtet, vor Ort getestet und nachgerüstet werden.

Bild: BASF

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