Digitaler Sehstress

Augengesundheit kommt oft zu kurz

Nutzer legen viel Wert auf die Auswahl des Gerätes, das zum eigenen Leben und dem eigenen Stil passt. Ob es ein schickes Smartphone, ein Tablet für die Freizeit oder ein leistungsstarker PC oder Laptop ist. Doch viele – gerade intensive Bildschirm-Nutzer − vergessen oft eines der wichtigsten Ausstattungselemente ihres digitaler Umgebung: die eigenen Augen.

Augengesundheit kommt oft zu kurz

Mittels einer Spezialbeschichtung will Zeiss die schädlichen Effekte blauen Lichtes reduzieren und dadurch digitalem Sehstress vorbeugen.

Smartphone-Nutzer schauen weit über zwei Stunden und rund 88-mal täglich auf ihr Gerätedisplay, obwohl es als erwiesen gilt, dass langes Starren auf kleine oder große Bildschirme nicht nur den Augen schadet: Trockene und brennende Augen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und eine verspannte Nacken- und Schultermuskulatur sind Folgesymptome, die alle zum sogenannten digitalen Sehstress zählen. Auch für die zunehmende Kurzsichtigkeit unserer Gesellschaft kann der permanente Blick auf Displays teilweise verantwortlich gemacht werden. Abhilfe soll hier beispielsweise die Zeiss Digital Inside Technologie bieten, die die veränderten Sehbedingungen bei der Nutzung digitaler Endgeräte, die ganz anders sind als zum Beispiel beim Lesen eines Buches, berücksichtigt.

Wer im Alltag hauptsächlich vor einem Computer sitzt, ist ständig „blauem Licht“ ausgesetzt. Moderne Laptop-, Handy- oder Tablet-Displays emittieren Strahlung im kurzwelligen, energiereichen blauen Bereich, die den Augen Stress bereiten kann. Zudem reagiert das Nervensystem auf blaues Licht besonders sensibel, denn es stört beispielsweise den Schlaf-Wach-Rhythmus. Mit der Beschichtung „Duravision Blue Protect“ will das Optik-Unternehmen den kritischen blauen Lichtanteil der Displays teilweise reduzieren und die Augen somit entlasten.

Timo Kratzer, Leiter der Entwicklungsabteilung für Brillenglasdesign und Patente bei Zeiss Vision Care, ist ein Experte für digitalen Sehstress: „Bereits mit Mitte 30 setzt schleichend die Akkommodation ein, was bedeutet, dass die Anpassung des Auges auf das Scharfsehen unterschiedlicher Entfernungen nachlässt. Insbesondere bei der Nutzung des Smartphones wechselt man aber besonders häufig den Blick von der Nahsicht auf das Gerät in die Ferne - da müssen die Augen ständig auf die neue Entfernung fokussieren. Entscheidend also für die sogenannten Digital Brillengläser, wie sie von uns gefertigt werden, ist eine Sehunterstützung im Nahbereich für den Blick auf das digitale Endgerät in einem Abstand von ca. 30 Zentimetern und gleichzeitig ein großer Fernbereich mit einem schnellen Übergang beider Sehzonen. Somit haben wir eine Addition – von 0,5 bis 1,25 Dioptrien – im unteren Bereich des Brillenglases, die so gering wie nötig ist, mit einer ungestörten Fernsicht verbunden.“

Die Digital-Brillengläser sollen die Arbeit der Augenlinse unterstützen, die für das Scharfstellen des Auges in die Nähe und Ferne verantwortlich ist. Der digitale Sehstress wird minimiert, die Effekte sollen sich schnell einstellen: Schriften, Videos und Bilder erscheinen deutlicher und bereiten weniger Mühe beim Lesen oder Anschauen und die Augen sind weniger anfällig für Brennen und Trockenheit. Die Digital-Brillengläser sind für den Einsatz in der Alltagsbrille geeignet mit dem Zusatzeffekt der Nahunterstützung, speziell für die Nutzung von Displays.Bildquelle: Zeiss AG

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