Mozilla stellt das alternative Smartphone-Betriebsystem Firefox OS ein. In einem Blogpost gab Mozilla gestern bekannt, dass der Release der Version 2.6 der letzte sei. Der offizielle Marketplace wird am 29. März geschlossen.
Smartphones mit Firefox OS sollen nicht mehr über Mobilfunk-Anbieter vertrieben werden. Das gab Mozilla-Manager Ari Jaaksi auf TechCrunch bekannt. Das alternative Betriebssystem werde nicht weiterentwickelt.
Den Fokus von Firefox OS möchte man auf das Internet of Things (IoT) und Connected Devices legen.
Firefox OS wurde im Jahr 2013 vorgestellt und startete ambitioniert. Firefox OS war nachgefragt Mobilfunkanbieter sahen im alternativen Betriebssystem auch Chancen jenseits der geschlossenen Systeme von Apple und Google.
Auch in Deutschland unterstütze z.B. die Telekom das alternative OS. Und eine Nutzung im Unternehmenseinsatz wurde diskutiert.
Smartphones mit Mozillas Betriebssystem waren dann allerdings vor allem auf preisgünstigen Smartphones in Lateinamerika und Osteuropa verfügbar.
Problem für Firefox OS war vor allem, dass Android-Smartphones und auch einige Windows Phones mittlerweile sehr günstig kalkuliert sind, die anvisierte Nische also keine mehr war. Die Idee auf webbasierte Apps und HTML5 zu setzen funktionierte zwar, entwickelte aber nicht das Momentum um bei Entwicklern und Anwendern entscheidend zu punkten.
Lesen Sie dazu auch unser Interview mit Mozilla-Evangelist Chris Heilmann über die Möglichkeiten von Firefox OS für die Entwickler von Webapplikationen.