Sprachassistentin

Autokonzern Stellantis holt Amazons Alexa ins Cockpit

Amazon kann sich über einen Deal mit dem Autoriesen Stellantis einen prominenteren Platz in Millionen künftiger Fahrzeuge sichern.

Zu Stellantis gehören Marken wie Chrysler, Opel und Fiat. Foto: Carlos Osorio/AP/dpa

Zu Stellantis gehören Marken wie Chrysler, Opel und Fiat. Foto: Carlos Osorio/AP/dpa

Der Konzern mit Marken wie Peugeot, Chrysler, Fiat und Opel will u.a. Amazons Sprachassistentin Alexa in seinen neues digitales Cockpit einbetten, wie die Unternehmen am Mittwoch zur Technikmesse CES in Las Vegas mitteilten.

Für den weltgrößten Online-Händler ist es ein Erfolg im Wettlauf u.a. mit Google um den Platz im Auto. Der Internet-Konzern versucht ebenfalls, u.a. mit der Alexa-Konkurrenz Google Assistant, seine Nutzer auch im Auto zu erreichen. Amazon sichert sich mit dem Deal aber auch Geschäft für seine Cloud-Dienstsparte AWS, auf die Stellantis-Fahrzeuge zurückgreifen sollen.

Der Autokonzern hatte sich für die Entwicklung seines digitalen Cockpits bereits Unterstützung vom chinesischen Auftragsfertiger Foxconn geholt, der vor allem als Hersteller von Apple-Geräten bekannt ist. Die Kooperation mit Amazon soll auf dieser Partnerschaft aufbauen.

In einer weiteren Vereinbarung wird Amazon der erste Abnehmer von Stellantis' Elektrolieferwagen des Modells Ram ProMaster, die 2023 auf den Markt kommen sollen. Amazon wolle jedes Jahr „Tausende“ der Fahrzeuge in den USA auf die Straße bringen, hieß es. Der Online-Händler setzte bisher für die Elektrifizierung seiner Flotte vor allem auf das US-Start-up Rivian. Amazon kündigte an, über die Jahre rund 100.000 strombetriebener Rivian-Lieferwagen zu kaufen und stieg auch mit rund 20 Prozent bei der Firma ein.

Der Deal mit Amazon zeigt auch, wie viele Allianzen gerade zwischen Autoherstellern und Techunternehmen geschmiedet werden, ohne Rücksicht auf mögliche Rivalitäten. So arbeitet Stellantis bereits mit der Google-Schwesterfirma Waymo bei der Robotaxi-Entwicklung zusammen, während Amazon mit der Übernahme des Start-ups Zoox einen eigenen Entwickler von Technik zum autonomen Fahren im Haus hat.

© dpa-infocom, dpa:220105-99-603056/2

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