Startup-Monitor

Berlin bleibt Leuchtturm der deutschen Startup-Szene

Ein Viertel aller Startups ist in der Wachstumsphase und jedes möchte durchschnittlich sieben Leute neu einstellen - die deutschen Startups entwickeln sich weiter.

Der Himmel über Berlin leuchtet für Startups

Der Himmel über Berlin leuchtet für Startups

Der Himmel über Berlin ist sonniger als anderswo in Deutschland, jedenfalls für Startups aus der Digitalwirtschaft: Gut 16,8 Prozent der Jungunternehmen haben ihren Sitz in der Hauptstadt, München und Hamburg kommen auf neue etwa 6 Prozent. Dies ist eines der Ergebnisse der alljährlichen Studie "Deutscher Startup Monitor (DSM)", für den in diesem Jahr 1.837 Startups, 4.245 Gründerinnen und Gründer sowie 19.913 Mitarbeiter in Startups erfasst wurden.

Damit ist der Startup-Monitor Moment die bei weitem größte Untersuchung der deutschen Startup-Szene. Er stellt im Vergleich mit den Vorjahren eine stärkere Regionalisierung der Szene fest, trotz der Spitzenposition von Berlin gibt es auch in anderen Regionen viele Startups. Wer die kommunale Brille absetzt, stellt fest: Die Metropolregion Rhein-Ruhr kommt direkt hinter Berlin mit 11,3 Prozent aller Startups. Das bewährte Studien-Team um den Digitalisierungsexperten Professor Dr. Tobias Kollmann widmete sich erstmals den zahlreichen Cluster-Initiativen, die sich an einer Stärkung der Startup-Landschaft jenseits kommunaler Grenzen versuchen.

"Die Ergebnisse des DSM zeigen, dass regionale Cluster in Deutschland bereits eine wichtige Rolle spielen," betont Kollmann. "Die Tatsache, dass der Mehrwert dieser Cluster als hoch beurteilt wird, unterstreicht die Wirksamkeit der Clusterpolitik. Für die Zukunftsfähigkeit der regionalen Netzwerke wird es wichtig sein, dass bestehenden Probleme der Startups innerhalb der Cluster gelöst werden: Insbesondere sollte eine stärkere Beteiligung großer Unternehmen in Clustern gefördert werden.“

Immer mehr Startups in der Wachstumsphase

Aus den fortlaufenden Studien lassen sich einige interessante Aussagen zur Entwicklung der Startup-Kultur in Deutschland gewinnen. So gibt es mehr und mehr Startups, die sich bereits in der Wachstumsphase befinden, in der ein marktreifes Angebot vorhanden ist und Umsätze oder Nutzer stark anwachsen. Etwa ein Viertel aller Startups hat diese Phase erreicht. Das entspricht etwa 1800 Unternehmen, im Jahr 2013 waren es erst knapp 440. Gemessen an der wachsenden Zahl aller von der Studie erfassten Startups zeigt sich hier, dass zahlreiche der Jungunternehmen längerfristig überleben und langsam, aber sicher das Fernziel eines etablierten Unternehmens erreichen.

Ebenfalls interessant: Etwa 45 Prozent der untersuchten Gründer sind Seriengründer, haben also bereits weitere Unternehmen gegründet. Unternehmertum scheint süchtig zu machen, denn immerhin knapp 10 Prozent aller Gründer arbeiten gerade an Firma Nummer Drei, Vier oder mehr. Wichtigste Voraussetzung für die aktive Arbeit als Gründer ist ein Hochschulabschluss, etwa 81 Prozent haben ihn, in Mehrheit entweder in Wirtschaftswissenschaften (36,9%) oder einem MINT-Fach (38,5%).

Obwohl häufig Gründungen im Bereich Handel oder Finanzen für spektakuläre Nachrichten sorgen, arbeiten doch gut die Hälfte im Bereich der Digitalwirtschaft, also in IT/Softwareentwicklung (19,4%), Software as a Service (12,0%),  Industrielle Technologie/Produktion/Hardware (9,1%), E-Commerce (6,8%) sowie Online-Marktplatz (5,4%). Die Geschäfte scheinen größtenteils gut zu laufen, denn die DSM-Startups planen wieder mehr Neueinstellungen. Durchschnittlich 7,5 Mitarbeiter möchte jedes Startup einstellen, an der Spitze Berliner Startups mit 14,4 geplanten Neueinstellungen.

Bildquelle: Thinkstock

Der Deutsche Startup Monitor (DSM) zum Download

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