„Data Transfer Project“

Branchenriesen vereinfachen Datenumzug

Mit Microsoft, Google, Twitter und Facebook haben sich gleich vier große Konzerne zusammengetan, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre persönlichen Daten flexibler von A nach B zu bewegen.

Finger lenkt Datenstrom von Weltkugel

Eigene Daten unkompliziert auf andere Dienste übertragen – das ist das erklärte Ziel von „Data Transfer Project”. Nutzer sollen so ermutigt werden, mehr auszuprobieren.

Persönliche Nutzerdaten mögen aus der Perspektive gewisser Unternehmen eine Währung für sich sein, besonders universell ist diese allerdings nicht. Zumindest nicht für den Nutzer, muss dieser doch bisweilen umständlichste Maßnahmen ergreifen, um seine Daten von einem Dienst zum anderen zu übertragen. Lesezeichen müssen exportiert, Fotos heruntergeladen und Playlists per Hand neu erstellt werden – ganz zu schweigen von Kontakten, die mühselig aufs Neue zusammengesucht werden müssen.

Nutzer sollen dank experimentierfreudiger werden

Ein Umstand, den Microsoft, Google, Twitter und Facebook mit dem „Data Transfer Project” ändern möchten. Der Dienst soll es ermöglichen, unkompliziert und per Knopfdruck mit seinen persönlichen Daten umzuziehen. Ziel der Open-Source-Initiative ist es, Werkzeuge zu entwickeln, die den Output jeder beliebigen Schnittstelle zu einer kleinen Auswahl an standardisierten Formaten konvertiert. Das soll den Austausch zwischen verschiedenen Diensten möglich machen. Umgesetzt wurden zu Demonstrationszwecken bereits Adapter für sieben unterschiedliche Anbieter und fünf Arten von Datenformaten. Die Technik soll in gewissen Bereichen auch für Unternehmen praktikabel sein, etwa beim Umzug von Kundendaten.

Sowohl der jeweilige Dienst als auch der Nutzer müssten einer entsprechenden Verknüpfung vorher zustimmen. Da es sich um ein Open-Source-Projekt handelt, soll sich aber auch jeder selbst davon überzeugen können, dass die Daten nicht gesammelt oder zu anderen Zwecken verwendet werden. Laut der entsprechenden Mitteilung von Google gehe es vor allem darum, Nutzer zu ermutigen, mehr Dienste im Netz auszuprobieren. Das Projekt befindet sich noch in einer sehr frühen Phase – bis das Angebot auf breiter Basis angewendet werden kann, dürfte dementsprechend noch viel Zeit verstreichen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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