Entwicklerkonferenz Facebook f8

Chat mit dem Bot

Wichtigstes Thema auf der Facebook Konferenz f8: Chatbots für Unternehmen im Facebook Messenger. Automatisierte Gespräche wie einst mit Karl Klammer sollen Kunden glücklich machen.

Mark Zuckerberg, f8

Mark Zuckerberg auf der Bühne der Entwicklerkonferenz F8

Facebook-CEO Mark Zuckerberg eröffnete die Entwicklerkonferenz "f8" seines Unternehmens in San Francisco mit einem 10-Jahres-Plan. Sein ambitioniertes Ziel: Jeder Menschen kann jedem anderen Menschen jegliche Informationen zukommen lassen. Zunächst geht es ihm dann aber um die wichtigen Informationen, die Unternehmen ihren Kunden zukommen lassen wollen.

Im Zentrum der Konferenz stand der Facebook Messenger: 900 Millionen Menschen nutzen ihn bereits. Jetzt sollen noch etliche Nutzer dazu kommen, die nur so tun, als wären sie Menschen: Chat Bots. (Kennen Sie noch Karl Klammer?) Schlaue Maschinengespräche sollen Unternehmen nun helfen, mit interessierten Nutzern ins Geschäft zu kommen. Sei es bei der Pizzabestellung, der Hotelreservierung oder bei passgenauen Angeboten für den einzelnen Nutzer.

Unternehmen können sich eigene Bots für den Messenger zusammenstellen: Facebook hat die Betaversion der Messenger Platform freigeschaltet. Dort finden Entwickler Unterstützung, um Bots zu bauen. Mit "Send API" können sie sich selbst um die Kundenansprache kümmern. Oder sie können Facebooks "Assistent M" die Chats mit Kunden abwickeln lassen. Der Assistent lernt von typischen Dialogen mit Kunden.

Interessante Details, dazu wie Facebook damit Geld verdienen will gibt es hier: Ein neues Werbeformat soll die Chatbots promoten, Sponsored Messages werden im Messenger angezeigt, Unternehmen können Telefonnummern ihrer Kunden mit Facebook abgleichen.

Was Wechat kann ...

Insgesamt forciert Facebook hier eine Entwicklung weg von den Apps, hin zur totalen Messenger-Integration wie sie Millionen Chinesen bereits kennen: Weixin, im Ausland Wechat genannt, startete als Chat-Programm und ist längst eine Plattform zur Organisation des kompletten Alltags der Nutzer geworden: Einkäufe, Überweisungen, Ticketbuchungen, alles erledigen Millionen chinesische Nutzer innerhalb dieser einen App.

Als weitere Themen in den nächsten zehn Jahren nannte Zuckerberg Künstliche Intelligenz (KI), Virtual und Augmented Reality sowie Internet-Zugang für die mehr als vier Milliarden Menschen, die derzeit keinen Zugang zum Netz haben. Die Verbesserung dieser Situation ist löblich, lief in Indien neulich aber nicht so gut.

Zudem spannend wird die "Live Video"-Schnittstelle für Entwickler, zumindest theoretisch die Erweiterung von Facebook zur Videoplattform.

Die Konferenz geht heute abend weiter und kann im Livestream verfolgt werden.

Bildquelle: Facebook

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok