Mobile Desinfektionsroboter

Cobots gegen Corona

Die Roboter von Blue Ocean Robotics sollen schädliche Krankheitserreger innerhalb von 10 Minuten unschädlich machen und werden in Krankenhäusern weltweit eingesetzt.

Cobots mit UV

Die Cobots arbeiten mit UV-C-Licht, um den Corona-Erreger in Krankenhäusern zu bekämpfen.

Roboter spielen bei der Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 weltweit eine wichtige Rolle, nicht zuletzt bei der Desinfektion in Krankenhäusern. So ist beispielsweise die Nachfrage nach dem Desinfektionsroboter UVD seit Ausbruch der Pandemie stark gestiegen: chinesische Krankenhäuser bestellten mehr als 2.000 UVD-Roboter des dänischen Herstellers. Eingesetzt wurden sie in Wuhan, dem Ursprungsort der globalen Pandemie. Derzeit werden die Roboter in mehr als 40 Ländern genutzt – in Asien, Europa und Nordamerika. Dabei werde ultraviolettes Licht (UV-C) verwendet, um schädliche Krankheitserreger abzutöten.

Laut Hersteller helfen die Roboter dabei, eine der aktuell größten Herausforderungen zu stemmen – nämlich, die Verbreitung von Viren und Bakterien einzudämmen. Die Nachfrage für den UVD sei mit Ausbruch der Covid-19-Infektionen sprunghaft gestiegen. Bestandskunden kauften demnach deutlich mehr Geräte als vor der Krise, aber auch viele neue Kunden würden die Roboter zur Bekämpfung von Coronaviren und anderen schädlichen Mikroorganismen bestellen.

Roboter bewegt sich autonom

Der dänische Roboter fahre autonom durch Operationssäle und Patientenzimmer und bestrahle alle kritischen Oberflächen mit der optimalen Menge an UV-C-Licht, um Viren und Bakterien abzutöten. Je intensiver der Roboter eine Oberfläche bestrahlt, desto mehr schädliche Mikroorganismen werden zerstört. 99,99 Prozent aller Viren und Bakterien in einem typischen Patientenzimmer seien innerhalb von 10 Minuten abgetötet.

Der UVD-Roboter unterstütze damit das Reinigungspersonal bei seiner Arbeit. Aus Sicherheitsgründen arbeiteten die Geräte in den Räumen selbstständig und schalten das UV-C-Licht sofort automatisch ab, sobald jemand den Raum betrete. Der kollaborative Roboter könne in unterschiedlichsten Räumen eingesetzt werden ­ nicht nur in Krankenhäusern. Die Technologie funktioniere auch in Büroräumen, Einkaufszentren, Schulen, Flughäfen und Produktionsstätten. 

„Das Potenzial der Roboter, uns bei der aktuell schweren Corona-Pandemie zu unterstützen, ist enorm", sagt Dr. Susanne Bieller, Generalsekretärin der International Federation of Robotics (IFR). „Sie unterstützen uns im Gesundheitswesen, aber auch bei der Entwicklung, Prüfung und Herstellung von Medikamenten, Impfstoffen und anderen medizinischen Geräten und Hilfsmitteln. Desinfektionsaufgaben - wie sie der UVD-Roboter durchführt - oder die sichere Verteilung von Krankenhausmaterial in Quarantänezonen ohne menschlichen Kontakt – die beispielsweise der mobile Roboter Phollower von Photoneo leistet, sind nur zwei von vielen Beispielen."

Medizinroboter bilden heute bereits einen eigenen, gut etablierten Serviceroboter-Markt mit beträchtlichem Wachstumspotenzial. Der Absatz von Medizinrobotern stieg im Jahr 2018 um 50 Prozent auf 5.100 Einheiten. Das geht aus dem von der IFR vorgestellten Bericht World Robotics hervor.

Bildquelle: Blue Ocean Robotics

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