Mobile App & Content Management

Containerisierung erlaubt Kontrolle der installierten Apps

Laut einer Umfrage des Bitkom bekommt in Deutschland aktuell jeder fünfte Arbeitnehmer ein Smartphone von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. 40 Prozent der befragten nutzen allerdings ihr privates Gerät zum Arbeiten. Das stellt Unternehmen vor ein Problem.

Ein Mobile Device Management mit passender Container-Lösung ermöglicht die Kontrolle und Verwaltung aller installierten Anwendungen und deren Inhalt auf mobilen Endgeräten.

Die meisten Unternehmen setzen nach wie vor keine geeigneten Lösungen ein, mit denen sie die Geräte, die verwendeten Apps und Daten kontrollieren können. Dadurch werden die mobilen Clients zu einem unkalkulierbar hohen Sicherheitsrisiko. Um sie zu schützen, benötigen Unternehmen mehr als ein Mobile Device Management. Auf dem Weg zu einer effektiven Mobile-Security-Lösung sind mobile Apps und mobiler Content ebenso einzubeziehen.

Die Mobile-Security-Basislösung ist das Mobile Device Management (MDM), die wichtigsten MDM-Funktionen umfassen die Kontrolle der eingestellten Sicherheitsrichtlinien auf den Geräten, Zugriffsregelung der mobilen Devices auf Unternehmensdaten, die Trennung zwischen privaten und Geschäftsdaten, das Löschen von Apps und Daten durch die Systemadministratoren (Remote Wipe) und das Black- und Whitelisting von Apps. Dadurch stellt die Unternehmens-IT sicher, dass das Gerät und die darauf installierte Software den Sicherheitsrichtlinien entsprechen – doch das alleine genügt längst nicht mehr.

Enterprise Application

Um effizient mobil arbeiten zu können nutzen Anwender Apps die die Unternehmensprozesse unterstützen. E-Mail, Kalender und Kontakte sind nur die Basics. Sie verlangen nach vertikalen und horizontalen Apps, hierzu zählen Genehmigungsprozesse, Dokumentenablage und prozessorientierte Anwendungen wie CRM-Apps sowie den Vertrieb und das Marketing unterstützende Applikationen. Unternehmen können sich mobiler Enterprise-Apps nicht verweigern. Je mehr Anwendungen in eigenen Enterprise-App-Stores angeboten werden, desto kleiner wird die Gefahr, dass Mitarbeiter auf private Apps zurückgreifen – und somit eine unkontrollierte Schatten-IT entsteht. Um einen gesicherten Zugriff auf die Unternehmensdaten zu gewährleisten, wird zusätzlich zum MDM auch die Einführung geeigneter Lösungen zum App und Content Management erforderlich.

Unternehmen können auf nativ entwickelte Apps setzen, die lediglich eine bestimmte Hardware unterstützen, oder ihre mobilen Anwendungen nach dem HTML5-Standard programmieren lassen. HTML5-Apps sind auf Geräten verschiedener Hersteller einsetzbar und können gebräuchliche Sicherheitsfunktionen von Webservern nutzen, beispielsweise zur Authentifizierung. Nativ entwickelte Apps lassen sich dagegen direkt in das Mobile Application Management (MAM) integrieren und können an dessen Sicherheitsfunktionen teilhaben. Sie punkten mit der Fähigkeit, die spezifischen Eigenschaften mobiler Endgeräte, wie beispielsweise den Touchscreen oder die Möglichkeit zur Lokalisierung, effektiver nutzen zu können als HTML5- Anwendungen.

Mobile-Application-Management-Lösung

Der erste Schritt zu einer integrierten Mobile-Security-Lösung ist die Einführung eines Mobile Application Management (MAM). Einige Anbieter integrieren MAM bereits als Erweiterung in ihre MDM-Plattform und ermöglichen IT-Administratoren damit, über das einfache Black- und Whitelisting hinaus die installierten Apps zu verwalten.

Die wichtigsten MAM-Funktionen bestehen darin, den Zugriff der Apps auf Unternehmensdaten zu steuern. Das kann beispielsweise die VPN-Verbindung sein, über die die App auf das Unternehmensnetzwerk zugreift. Hierzu zählt die Bereitstellung eines Authentifizierungsschlüssels, damit eine App überhaupt Zugriff auf Unternehmensressourcen erhält. Zudem können IT-Administratoren präzise definieren, welche Dateien mit welchen Apps geöffnet werden können. Dadurch wird verhindert, dass Daten von fremden Applikationen ausspioniert oder vom Anwender an Dritte weitergeleitet werden können. Die meisten MAM-Plattformen nutzen hierfür einen Container, einen abgeschlossenen Bereich, in dem Daten kontrolliert genutzt werden.

Für Anwender sind solche Container-Lösungen besonders gut nutzbar, wenn sie sich in native Anwendungen integrieren lassen. Dadurch sind Container-Lösungen auch im Rahmen des MAM verfügbar – mit allen Vorteilen, die eine solche Möglichkeit bietet. So wird zum Beispiel das Löschen des Contents auf dem Mobilgerät wesentlich einfacher. Die IT-Administration muss nur noch eine einzige App löschen, um Daten zu entfernen.

Durch die Containerisierung behalten Unternehmen nicht nur die komplette Kontrolle über Applikationen, sondern auch über den auf dem Mobilgerät verwendeten Content. Unternehmen sind dadurch in der Lage, Unternehmensdaten und -anwendungen zu sichern, zu verwalten und zu kontrollieren – und können auf diese Weise dem Trend zu „Bring Your Own Device“ (BYOD) entspannter begegnen. Denn Mobilgeräte auszusperren, ist keine Option mehr.

 

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Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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