Mit der Multiplattform EMM-Lösung Blackberry Enterprise Service 12 lassen sich sämtliche iOS-, Android-, Windows Phone- und Blackberry-Geräte verwalten.
Sechs Produkte, aufgeteilt auf drei Produktfamilien, wurden in kurzer Folge angekündigt. Sie alle haben zum Ziel, Unternehmensnutzern mobile Lösungen zur besseren Kommunikation und Kollaboration bereitzustellen – sicher zudem –, um damit ihre Produktivität zu erhöhen. Natürlich bildet der Blackberry Enterprise Server (BES) nach wie vor die Basis des Portfolios, wobei – und hier zeigt sich das Umdenken der Kanadier über die Jahre – nicht alle Blackberry-Services notwendigerweise den BES verlangen. Kompatibilität zu anderen Devices, seien sie gar nicht oder von anderen Service-Providern administriert, ist wohl das Gebot der Stunde.
Beispiel das Kollaborationstool BBM Meetings: Der Organisator bzw. Initiator eines Meetings besitzt eine lizenzierte Version der Software (App), die wiederum von jedem anderen Smartphone-Nutzer auf Einladung hin heruntergeladen werden kann. Das funktioniert über den gewohnten App Store (iTunes oder Google Playstore), im übrigen auch für den PC oder Mac.
Für Jeff Holleran, Senior Director Enterprise Product Management, war ein entscheidender Punkt auf dem Weg in diese Richtung, dass Samsung auf Blackberry zukam, um gemeinsam eine Lösung für eine durchgängige Ende-zu-Ende-Lösung für Androidgeräte im Rahmen von Enterprise Mobility bieten zu können. Samsung sorgt mit Knox für die geräteseitige Sicherheit und Blackberry sorgt für die sichere Konnektivität, die Infrastruktur und die Verwaltung des Gerätes. Allerdings ist man noch nicht soweit, dass Blackberry-Komponenten auf Samsung-Geräten bereits vorinstalliert wären. Ein Zusammenspiel der Komponenten von Knox und BES stellt aber laut Holleran kein sonderliches Hindernis dar.
In die Karten spielen könnte Blackberry, dass sie in Anbieter- und Anwenderkreisen aus alten, erfolgreicheren Tage immer noch für sichere Kommunikation bekannt sind. Das Unternehmen führte vor diesem Hintergrund eine Befragung durch, in der das Risikopotential von Anwendern abgefragt wurde. Das Ergebnis: Zweidrittel fanden es schwer, gerade im mobilen Bereich mit der Entwicklung der Gefahrenabwehr schrittzuhalten. Gar 70 Prozent gaben zu, gegenüber potentiellen Gefahren toleranter zu sein als es eigentlich notwendig wäre.
Das Thema Sicherheit hat es mittlerweile auf die Agenda der Geschäftsführer und Vorstände geschafft, was dadurch untermauert wird, dass im Falle von Datendiebstahl heute nicht mehr nur alleine die IT-Leiter, sondern zunehmend auch die Führungsriegen der Unternehmen zur Rechenschaft gezogen werden. IT- und Mobile Security wird somit auf einer höheren Ebene diskutiert als früher. Dies muss Blackberry mit seinen neuen Produkten nun für sich nutzen und so umsetzen, dass der Name der Kanadier bei Ausschreibungen und Implementierungen im Bereich Enterprise Mobility wieder häufiger fällt.
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