Von Kommissionierung bis Anlagenwartung

Darum vertraut Knapp auf Datenbrillen

Im Interview erklärt Margit Wögerer, Marketing-Leiterin der Knapp AG, warum das Unternehmen moderne Datenbrillen in der Lagerlogistik einsetzt und an welchen Stellen noch Stolpersteine auftreten können.

Margit Wögerer, Knapp

„Automatisierung in einem sinnvollen Ausmaß ist unsere Devise“, betont die Knapp-Marketing-Leiterin Margit Wögerer.

Frau Wögerer, welche mobilen Devices werden Stand heute bevorzugt in der Lagerlogistik eingesetzt und warum?
Margit Wögerer:
Mobile Endgeräte wie Tablets, Smartphones und zunehmend auch Datenbrillen und Smartwatches werden bereits in der Lagerlogistik eingesetzt, wenn es darum geht, die nötigen Informationen, z.B. zum technischen Zustand der Anlage, jederzeit abrufbar und griffbereit zu haben.

Sind Datenbrillen nicht eher noch Spielerei oder ernstzunehmende „mobile Helfer“?
Wögerer:
Der Einsatz von Datenbrillen ist bei uns bereits Realität. Zum Beispiel führen wir Anlagenwartungen mithilfe von Augmented Reality (AR) durch, wozu die Datenbrille genutzt wird. Wir unterstützen damit unsere Service-Mitarbeiter, indem wir ihnen Dokumentationen und Sicherheitsanweisungen zur Verfügung stellen. Mit dieser Technologie werden kontextbezogene Instruktionen auf die Datenbrille projiziert oder auf andere mobile Endgeräte, wie Tablets oder Smartphones, ausgegeben.

Ab welcher Lagergröße lohnt sich der Einsatz solch moderner Mobiltechnologien?
Wögerer:
Der Einsatz von mobilen Technologien ist unabhängig von der Lagergröße, denn eine dauerhafte Verfügbarkeit der Anlage zählt heute zu den wichtigsten Anforderungen.

Zu welchen Zwecken werden Datenbrillen hier in der Regel genutzt? Was können sie mittlerweile leisten?
Wögerer:
Wir nutzen Datenbrillen entweder zur Kommissionierung oder zur Augmented-Reality-gestützten Anlagenwartung. Unsere Firma war hier federführend an einem Forschungsprojekt beteiligt, das sich der Entwicklung von intelligenten Assistenzsystemen für den industriellen Service-Bereich widmet. Die Ausgabe von kontextbezogenen Informationen via Datenbrillen ist hier nur die eine Seite, die wahre Herausforderung sind die riesigen Datenmengen, die verarbeitet werden und dem Benutzer punktgenau und in optimaler Form zur Verfügung gestellt werden müssen.

Inwieweit sind Schulungen für den Umgang mit solchen mobilen Devices im Lager notwendig?
Wögerer:
Unser Bedienkonzept Easyuse unterstützt eine intuitive Bedienung, egal, um welches Endgerät es sich handelt. Mit Easyuse bringen wir eine moderne Mensch-Maschine-Kommunikation auf alle Ebenen der Software-Hierarchie in die Lagerlogistik – von der Maschinensteuerung bis zum Leitstand, logistischen KPIs oder WMS.

Wo sehen Sie noch Stolpersteine bzw. Nachbesserungsbedarf bei jenen Geräten?
Wögerer:
Die Herausforderung liegt weniger bei der Hardware, die sich schnell weiterentwickelt, um industrietauglich zu werden. Aber die zunehmende Digitalisierung bedingt eine enorme Menge von Daten, die verarbeitet und zur Verfügung gestellt werden muss. Das ist die Zukunft, selbst wenn die Technik nicht einfach zu beherrschen ist.

Worauf sollten interessierte Anwenderunternehmen achten, wenn sie sich für den Einsatz von Datenbrillen oder Drohnen in ihrem Lager entscheiden?
Wögerer:
Sie sollten sich auf einen kompetenten Partner verlassen. Wir haben für unsere Aktivitäten rund um Augmented-Reality-Lösungen in der Lagerlogistik ein eigenes Tochterunternehmen, die Ivii GmbH, gegründet.

Haben beispielsweise autonom fliegende Drohnen das Zeug dazu, auf lange Sicht Mitarbeiter – die auf mobile Endgeräte wie Industrie-Handhelds, Tablets etc. zurückgreifen – im Lager zu ersetzen?
Wögerer:
Automatisierung in einem sinnvollen Ausmaß ist unsere Devise. Im Sinne unserer Kunden verfolgen wir den Ansatz, in jenen Bereichen zu automatisieren, wo es sowohl technisch als auch wirtschaftlich sinnvoll ist und den Mitarbeitern die Technologie unterstützend zur Seite zu stellen.

Bildquelle: Knapp

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