Damit die Nutzer nicht wegklicken

Das A und O gelungener Video-Anzeigen

Im Gespräch mit MOBILE BUSINESS verrät Ben Jeger, Managing Director Appsflyer DACH & Nordics, was das A und O bei gelungenen Video-Anzeigen auf Mobilgeräten sind.

Ben Jeger, Managing Director Appsflyer DACH & Nordics

Ben Jeger, Managing Director Appsflyer DACH & Nordics: „Die Verbraucherdaten zu schützen, hat nicht erst seit der DSGVO oberste Priorität.“

Herr Jeger, was sind die gängigsten Mobile-Marketing-Methoden bzw. -Formate?
Ben Jeger:
Im Bereich App-Marketing lohnt sich der Einsatz von Videos, insbesondere von Rewarded-Videos. Die Nutzer erhalten dadurch einen schnellen und unkomplizierten Einblick in das Produkt, der im Idealfall ansprechend und unterhaltend ist, und werden fürs Angucken sogar belohnt. Die ersten wichtigen Schritte in der Anbieter-Nutzer-Beziehung – Aufmerksamkeit einfangen, Interesse wecken, positive Assoziation herstellen – werden mit Rewarded-Videos quasi im Sprint unternommen. Rewarded-Video-Ads werden verstärkt im Gaming eingesetzt und haben sich dort als erfolgreiche Methode hinsichtlich Nutzererfahrung und Monetarisierung etabliert.

Was haben Anbieter und Nutzer von Click-To-Pay-Videos?
Jeger:
Im Fall der Rewarded-Videos oder Rewarded-Video-Ads, die vor allem in Spiele-Apps eingesetzt werden, profitieren beide Seiten, also sowohl Anbieter als auch Nutzer. Ein Vorteil auf Nutzerseite ist, dass er selbst entscheidet, ob und zu welchem Zeitpunkt er Werbung konsumiert. Schaut sich der Nutzer das Video an oder interagiert sogar, rentiert sich das für ihn, da er in der Regel eine Gegenleistung beispielsweise in Form von In-App-Währung, Bonuspunkten oder der Freischaltung eines bestimmten Features erhält. Unter Spiele-Anbietern sind Rewarded-Videos derzeit die bevorzugte Monetarisierungsquelle.

Welche Rolle spielt an dieser Stelle Video-Advertising?
Jeger:
Video-Advertising ist enorm wichtig, Mobile Marketing kommt längst nicht mehr ohne Bewegtbildwerbung aus. Hier muss allerdings zwischen diversen Formen unterschieden werden: Aktuell sind Rewarded-Videos und Interstitial-Video-Ads beliebt bei App-Anbietern, Pre-roll-Videos hingegen weniger.

Was zeichnet eine gute Video-Anzeige auf mobilen Endgeräten aus? Was spricht die Kunden an?
Jeger:
Das A und O einer gelungenen Video-Ad sind Timing und Story. Die Videos sollten maximal 30 Sekunden lang sein, wobei die einleitenden zwei bis drei Sekunden darüber entscheiden, ob der Nutzer weiter guckt oder das Video überspringt, hier muss also direkt über den Inhalt Spannung erzeugt werden. Außerdem ist von Bedeutung, das Video im Hochformat zu produzieren: Es erleichtert dem Nutzer das Anschauen, da er nicht erst das Telefon in die Horizontale drehen muss, um den Clip in voller Qualität sehen zu können. Das Risiko des genervten Sofortwegklickens wird so minimiert, vertikale Clips werden deutlich häufiger bis zum Ende angesehen. Vorreiter war hier Snapchat, Instagram hat die Methode erfolgreich mit den Instagram Stories kopiert.

Wie kann der Return on Investment (ROI) von Mobile-Marketing-Ausgaben gemessen werden?
Jeger:
Entscheidend für die Messung des ROI von Mobile-Marketing-Ausgaben ist Attribution. Hinsichtlich des mobilen Marketings für die App-Nutzerakquise ist ein Tool wie Appsflyer in der Lage, die Kosten der Kampagnen dem Umsatz gegenüberzustellen und somit für jedes Netzwerk bis hin zur einzelnen Kampagne einen ROI zu liefern.

Wie wird hierbei der Datenschutz gewährleistet?
Jeger:
Die Verbraucherdaten zu schützen, hat nicht erst seit der DSGVO oberste Priorität. Datenschutz bei Datenmessung ist möglich, indem man entsprechend mit den personenbezogenen Daten umgeht und außerdem konsequent mit Technologiepartnern kooperiert, die dies ebenso handhaben.

Bildquelle: Appsflyer

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