Neue Spitzenposition

Das ist Deutschlands wertvollstes Start-up

Die Online-Bank N26 hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen und soll hierzulande nun das wertvollste Start-up sein.

Die N26-Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal.

Die N26-Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal.

N26 befindet sich weiter auf Erfolgskurs und konnte seine jüngste Finanzierungsrunde auf 420 Millionen Euro erweitern. Damit soll die Gesamtbewertung auf 3,1 Milliarden Euro steigen, was die Online-Bank zum wertvollsten Start-up aus Deutschland mache. Auch im europäischen Vergleich steigt das „Unicorn” aus Berlin durch die neue Finanzierungsrunde weiter auf. Wirklich dringend gebraucht werden die neuen Mittel nicht, das Unternehmen will sie demnach für die internationale Expansion nutzen. In diesem Zuge sollen auch Personal ausgebaut und das Produkt weiterentwickelt werden.

N26 hat seinen Personalapparat nach eigenen Angaben im letzten Jahr auf 1.300 Angestellte verdreifacht. Mit der neuen Finanzspritze wolle man nun auch weitere Neuanstellungen an den Standorten in Berlin, New York, Barcelona, Wien und São Paulo bewerkstelligen. Die Bank hat laut aktuellen Angaben mehr als 3,5 Millionen Kunden in Europa. Vergangene Woche fiel der Startschuss für die Expansion in die USA, wo die App nun ebenfalls genutzt werden kann.

Die Vorstellung, dass die besten Start-ups ausschließlich im Silicon Valley gegründet werden, habe ausgedient, so James Fitzgerald, General Partner bei dem N26-Investor Valar Ventures aus New York. N26 sei ein Paradebeispiel für digitale Innovation, die sich in die entgegengesetzte Richtung bewege, von Europa in die USA und darüber hinaus.

Trotz des anhaltenden Hypes hat die Bank in der Vergangenheit viel Kritik einstecken müssen, die vor allem den fehlenden Service betraf. So wurde über verschiedene Fälle berichtet, in denen Betrugsopfer keinerlei Hilfestellung erhalten hätten. Support wird fast ausschließlich per Chat oder Mail gewährleistet, eine Hotline existiert gar nicht. Im vergangenen Mai wies zudem die Finanzaufsicht Bafin auf Mängel bei der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung hin.

Bildquelle: N26

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