Progressive Web Apps

Das neue App-Modell startet durch

Progressive Web Apps setzen sich durch: Magento startet eine Entwicklungsumgebung und Google erweitert damit die Chrome-Apps.

Apps und Smartphone

Die große Chance dieser neuen Form von mobilen Apps dürfte bei Commerce und Dienstleistungen leben.

Progressive Web Apps“ (PWAs) sind überall, auch unter Windows 10. Microsoft unterstützt seit dem Frühjahr 2018 die Installation von PWAs als Windows-App. Dafür werden sie in einen Container aus einer App für die Universal Windows Platform (UWP) integriert. Zu finden sind die Apps im Microsoft Store und sie unterscheiden sich auf den ersten Blick nur wenig von normalen Apps. Auch optisch passen sie sich an die anderen Apps an.

Einziger Unterschied: In den App-Beschreibungen steht „Veröffentlicht von Microsoft Store“. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Microsoft selbst die Progressive Web App in eine Windows-App verpackt hat. Im Moment gibt es lediglich eine vergleichsweise kleine Auswahl. Microsoft bietet aber einen kostenlosen PWA-Builder, mit dem vorhandene Webapps in eine für Windows 10 verpackte PWA konvertiert werden können.

Chrome installiert PWAs unter Windows

Wer nicht auf Microsoft warten will, kann auch ganz einfach Chrome 70 nutzen. Denn eine der zahlreichen Neuerungen der erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Version ist die Möglichkeit, PWAs als Chrome-App zu installieren und anschließend unter Windows wie eine normale App zu nutzen. Auf den ersten Blick ist das nichts Neues. Doch PWAs besitzen einen deutlich größeren Funktionsumfang als herkömmliche Chrome-Apps, die ja lediglich in einem Einzelfenster ohne Browser-Bedienelemente angezeigte Websites sind.

Aus Anwendersicht ist der Unterschied leicht zu übersehen: PWAs zeigen im Menü von Chrome die zusätzliche Befehlszeile „XYZ installieren“ an. Wer diesen Befehl wählt, installiert die die App dann wie gewohnt in der Rubrik „Chrome-Apps“ in der Programmliste von Windows 10. Doch nach dem Öffnen funktioniert die PWA wie eine herkömmliche Windows-App. Die speziellen PWA-Funktionen wie Benachrichtigungen, Zugriffe auf Kamera und andere Geräte oder Ähnliches sind ebenfalls vorhanden.

PDAs für den E-Commerce

Die große Chance dieser neuen Form von mobilen Apps dürfte bei Commerce und Dienstleistungen leben. So gibt es sie bereits von Skyscanner, Starbucks oder Trivago, die den von nativen Apps gewohnten Komfort bieten. Entwickler im E-Commerce erreichen mit dem neuen App-Modell eine deutliche Beschleunigung ihrer Arbeit, die Gestaltung von Shops für den M-Commerce wird leichter. Das Prinzip lautet ganz einfach: Der Webshop wird als mobiloptimierte Progressive Web App gestaltet und auf allen Plattformen vertrieben. Die Entwickler können sich somit auf die eigentlichen Shop-Funktionen konzentrieren.

Damit auch kleine und mittelgroße Handelsunternehmen von PDAs profitieren, hat E-Commerce-Spezialist Magento eine eigene Entwicklungsumgebung geschaffen - das Magento PWA Studio. Natürlich richtet sich diese Umgebung in erster Linie an Nutzer der Shop Software von Magento, doch sie zeigt deutlich, wohin es im E-Commerce gehen könnte. Denn kleinere Händler sind ein noch wenig erschlossener Markt für den M-Commerce Sie können mit den Möglichkeiten der Handelsriesen Zalando oder Otto nicht mithalten. Da ist es natürlich sinnvoll, die Ressourcen zu konzentrieren.

Bildquelle: Thinkstock

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