Hohe Auslastung im Versandhandel

Das Weihnachtsgeschäft meistern

Die Vorweihnachtszeit ist für Unternehmen im E-Commerce-Segment jedes Jahr aufs Neue eine große Herausforderung. Mit dem richtigen Auftragsmanagement lässt sich das erhöhte Aufkommen bewältigen.

Lageristin bei beim Paketversand

Zu den größten Herausforderungen für Online-Händler während der Schlagzeiten gehört die taktische und operative Abstimmung mit dem Versanddienstleister.

Alle Jahre wieder und jedes Jahr mehr: Im Weihnachtsgeschäft 2017 ist bereits rund jeder achte Euro Umsatz durch den Online-Handel erzielt worden – Tendenz steigend. Seven Senders, die Plattform für Paketversand, hat in der Hochphase des Jahresgeschäfts eine Zunahme an Paketsendungen in Höhe von 30 Prozent verzeichnet. Als Partner des Online-Handels weiß das Unternehmen, dass einige Shops in der Vorweihnachtszeit ihr Versandvolumen je nach Branche sogar verdoppeln. Wer dabei ein paar Grundlagen verinnerlicht, wird aber auch damit fertig.

Der Lieferzeitpunkt und die rechtzeitige Lieferung sind grundsätzlich wichtige Faktoren für die Kundenzufriedenheit. Allerdings nimmt die Brisanz zur Weihnachtszeit deutlich zu: Was erst nach dem 24. Dezember ankommt, taugt in der Wahrnehmung vieler nicht mehr als vollwertiges Weihnachtsgeschenk. Die Folge: Kunden können abgeschreckt werden und fallen für weitere Käufe aus. Zu beachten ist außerdem, dass gerade zur Weihnachtszeit verstärkt telefonische Kundenanfragen eingehen, wenn die Paketverfolgung nicht einwandfrei funktioniert – was weitere Zusatzkosten verursacht. Daher sind ein sauberes Tracking und proaktive Kundenkommunikation empfehlenswert. Dass guter Service Geld kostet, akzeptieren die meisten Kunden; ein Mindestwert für kostenfreien Versand schreckt die wenigsten ab.

Zu den größten Herausforderungen für Online-Händler während der Schlagzeiten gehört neben der Transparenz in puncto Lieferversprechen auch die taktische und operative Abstimmung mit dem Versanddienstleister. Hier geht es insbesondere darum, gegebenenfalls zusätzliche Kapazitäten sicherzustellen und außerplanmäßige Fahrten gemeinschaftlich zu planen – kurzum, einen partnerschaftlichen Ansatz gemeinsam mit dem Logistiker zu etablieren. Eine enge Kooperation zwischen Versender und Logistikpartnern ist bei hoher Auslastung das A und O. Entsprechend wichtig ist neben der Frage nach den verfügbaren Kapazitäten auch Flexibilität aufseiten des Versanddienstleisters. Besonders bezahlt machen sich jene, die Bereitschaft zeigen, auch ungewöhnliche Lösungen mitzutragen.

Die Märkte werden internationaler – und das gilt auch für den Versandhandel zur Weihnachtszeit. Dennoch ist der Versand über Landesgrenzen hinweg noch immer eine Herausforderung, die besondere Beachtung verdient. Soll eine Paketsendung ins Ausland verschickt werden, empfiehlt es sich, für die entscheidende letzte Meile einen Local Hero mit der Zustellung zu beauftragen. „Regionale Spezialisten sind nämlich in der Lage, ihren Heimvorteil zum Nutzen aller beteiligten einzubringen und verfügen in der Regel über die entsprechenden Kapazitäten“, erklärt Dr. Johannes Plehn, Co-Founder von Seven Senders. „Zudem sollte für einen dedizierten Transport der Sendungen ins Zielland gesorgt werden, um nicht in Netzwerk-Engpässen stecken zu bleiben.“

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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