BSI-Richtlinie für mehr Sicherheit

Datenschutz bei Gesundheits-Apps

Sensible Gesundheitsdaten, die von Apps aufgezeichnet werden, sollen künftig durch eine technische Richtlinie des BSI geschützt werden.

Sportliche Frau mit Fitness-App

Sind sensible Daten über den gesundheitlichen Zustand erstmal veröffentlicht, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen.

Mobile Gesundheitsanwendungen verarbeiten sensible und besonders schützenswerte persönliche Daten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat dazu eine technische Richtlinie (TR) entwickelt, die bei Anwendung den Zugriff Unbefugter auf diese Daten erschweren soll. Die TR „Sicherheitsanforderungen an digitale Gesundheitsanwendungen“ (BSI TR-03161) ist laut BSI unabhängig von und bereits im Vorfeld der gegenwärtigen Corona-Pandemie für Gesundheits-Apps entwickelt worden. Sie könne grundsätzlich für alle mobilen Anwendungen, die sensible Daten verarbeiten und speichern, herangezogen werden. Grundsätzlich werde verlangt, Sicherheitsanforderungen von Anfang an bei der Software-Entwicklung einzuplanen.
       
Der BSI-Präsident Arne Schönbohm erklärte hierzu, dass sensible Gesundheitsdaten einen besonderen Schutz verdienen. Sowohl das jeweilige Smartphone der Nutzer als auch die Hintergrundanwendungen auf Seiten der Anbieter müssten daher ein Mindestmaß an Sicherheit vorweisen können. Die Veröffentlichung sensibler Daten wie Pulsfrequenz, Schlafrhythmus oder Medikationspläne ließe sich nicht ungeschehen machen. Die technische Richtlinie der Cybersicherheitsbehörde des Bundes sei ein wichtiger Leitfaden, damit die Anwendungen das erforderliche IT-Sicherheitsniveau erreichen.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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