Smarte Heizung lahm gelegt

DDoS-Attacke lässt Finnen frieren

Mittlerweile ist der Winter über Finnland hergefallen. Selbst die Hauptstadt Helsinki, die ganz im Süden des Landes am Meer liegt, meldet Kälte und Schneefall. Doch richtig frieren mussten kürzlich die Finnen im gut zwei Autostunden entfernten Lappeenranta. Denn hier legte eine Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) die Heizung mindestens zweier Wohnblocks lahm.

Winter

Im finnischen Lappeenranta musste ein Teil der Bewohner kürzlich ganz schön frieren: Eine DDoS-Attacke hatte die Heizungssysteme angegriffen.

Der Vorfall soll sich zwischen Ende Oktober und dem 3. November 2016 ereignet haben. Die Steuerungsrechner jener Heizungen wurden über eine DDoS-Attacke angegriffen. Ihre Reaktion? Sie führten einen automatischen Neustart durch. Die Ursache wurde dadurch allerdings nicht behoben und so gingen die Angriffe nach dem Restart einfach weiter. Das ständige Rebooten ließ die Heizungen generell nicht mehr hochfahren – und die Bewohner der betroffenen Häuserblocks saßen einige Tage in der Kälte. Wie wurde das Problem „gelöst“? Vorübergehend durch die Einschränkung des Datenverkehrs im betroffenen Netzteil.

Das alles wäre wohl generell nicht passiert, würden die Heizungen nicht im Internet of Things (IoT) „hängen“. Doch zugegeben: Es ist schon praktisch, wenn man seine Heizungsanlage bequem von unterwegs über das Smartphone steuern und kurz vor der Ankunft daheim – möglicherweise bei der Rückkehr aus dem Urlaub – schon einmal die Wohnung „aufwärmen“ kann.

Bildquelle: Thinkstock/Purestock

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