DeepL streicht Jobs
Der Kölner KI-Anbieter DeepL streicht rund 250 Stellen und entlässt damit etwa ein Viertel seiner Belegschaft. Das Unternehmen reagiert damit auf den starken Wandel im Markt für Künstliche Intelligenz und auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch große US-Konzerne wie Google, Microsoft und OpenAI. DeepL will seine Organisation grundlegend umbauen und künftig stärker auf kleinere Teams, kürzere Entscheidungswege und den umfassenden Einsatz von KI-Systemen setzen.
Das Unternehmen mit Sitz in Köln gehört seit Jahren zu den bekanntesten deutschen KI-Firmen. Sein Übersetzungsdienst gilt international als technisch hochwertig und konnte sich gegen etablierte Angebote großer Technologiekonzerne behaupten. In den vergangenen Jahren wuchs das Unternehmen stark. Zeitweise erreichte DeepL eine Bewertung von rund zwei Milliarden US-Dollar und galt als eines der wertvollsten KI-Start-ups Europas. Trotz des schnellen Wachstums schreibt das Unternehmen weiterhin Verluste.
Firmenchef und Gründer Jaroslaw Kutylowski bezeichnete den Stellenabbau als Teil einer umfassenden Neuausrichtung. Künftig sollen KI-Systeme verstärkt Routineaufgaben übernehmen. Mitarbeitende sollen sich stärker auf kreative, strategische und konzeptionelle Tätigkeiten konzentrieren. DeepL verspricht sich davon mehr Tempo. Hintergrund ist die rasante Entwicklung generativer KI. Immer mehr Nutzer verwenden große Sprachmodelle direkt für Übersetzungen oder Textbearbeitung. Dadurch wächst der Druck auf spezialisierte Anbieter wie DeepL.
Mit KI-Unterstützung verfasst.
Bild: Benjamin Hartwich / Pixabay