China

DeepSeek fordert OpenAI mit neuem Modell heraus

Chinas KI-Labor DeepSeek hat ein neues Modell veröffentlicht, das auf Benchmark-Tests mit OpenAI konkurriert. Es beeindruckt durch hohe Leistung, steht aber unter regulatorischer Kontrolle.

China-KI fordert OpenAI heraus

Das chinesische Startup DeepSeek hat ein KI-Modell mit dem Namen DeepSeek-R1 vorgestellt, das laut eigenen Angaben auf bestimmten Benchmarks genauso gut oder sogar besser abschneidet als OpenAI o1. Das Unternehmen beschreibt R1 als sogenanntes „Reasoning-Modell“, das durch seine Fähigkeit zur Eigenprüfung Fehler vermeiden kann, die herkömmliche KI-Modelle typischerweise machen.

R1 umfasst beeindruckende 671 Milliarden Parameter, die die Problemlösungsfähigkeiten bestimmen. Modelle mit mehr Parametern gelten gemeinhin als leistungsfähiger. Trotz dieser Größe hat DeepSeek auch verkleinerte Versionen von R1 mit 1,5 bis 70 Milliarden Parametern veröffentlicht, die auf einfacherer Hardware, etwa einem Laptop, betrieben werden können.

Die Einführung von R1 markiert einen Meilenstein, da das Modell kommerziell ohne Einschränkungen verfügbar ist und bereits über die Plattform Hugging Face verbreitet wird. Laut Clem Delangue, dem CEO von Hugging Face, zeigt diese Entwicklung das wachsende Interesse an leistungsfähigen und zugänglichen KI-Modellen.

Ein Nachteil von R1 ist jedoch die regulatorische Kontrolle durch chinesische Behörden. Das Modell unterliegt staatlichen Vorgaben, die sicherstellen sollen, dass die Antworten „die zentralen sozialistischen Werte“ Chinas widerspiegeln. Themen wie das Massaker auf dem Tiananmen-Platz oder die Autonomie Taiwans werden von R1 nicht behandelt, da sie potenziell gegen diese Vorgaben verstoßen könnten. Diese Zensur ist ein bekanntes Merkmal vieler chinesischer KI-Systeme.

Die Veröffentlichung von R1 fällt in eine Zeit erhöhter geopolitischer Spannungen. Die US-Regierung plant, die Exportregeln für KI-Technologien weiter zu verschärfen, um den Zugriff chinesischer Unternehmen auf fortschrittliche Halbleiter und KI-Modelle einzuschränken.

Quelle: Techcrunch

Verfasst mit Hilfe von KI.

Bild: Gerd Altmann / Pixabay

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