Enterprsie Mobility Management

Dell mit breitem Mobile-Angebot

Im Rahmen des Dell Solution Summit Mitte September in Brüssel nahm der Komplex Mobility gehörigen Raum ein. Der thematische Rahmen reichte dabei von der Administrierung der mobilen Geräte mittels Mobile Device und Application Management bis hin zu Fragen des Formfaktors und Produktdesigns künftiger Produktklassen.

Dell-Nutzer haben die Wahl zwischen verschiedenen Modellen, Größen und Formfaktoren: hier die Venue 8 und 10 Modelle.

Bei Dell glaubt man, dass herkömmliche Device- und Application-Management-Lösungen zu kurz greifen, weil sie lediglich an einzelnen Punkten der Geräteverwaltung ansetzen. Gefragt sei vielmehr ein flexibles Gesamtkonzept, dass individuell an den Kundenbedarf anpassbar ist und zugleich Notebooks und Desktopsysteme einschließt. Das Selbstverständnis des amerikanischen Unternehmens, das sich ja seit einiger Zeit wieder in der Hand des Firmengründers Michael Dell befindet, ist es, Gesamtlösungen zu bauen, die neben den Hardwarekomponenten auch Software und Serviceleistungen umfassen.  

Viele Bausteine für durchgängiges EMM

Die Bausteine, aus denen sich Dells Enterprise Mobility Management zusammensetzt, sind teilweise hinzugekauft. Die Hauptkomponente bildet Wyse, eine Software für sichere Desktopvirtualisierung. Diese kommt zusammen mit einem Thin-Client-Management und einer Multimandantenplattform, auf der sie läuft. Das PC-Management übernimmt eine Appliance namens Kace. Zusätzlich gibt es eigenentwickelte Container-Apps für iOS und Android, wohingegen die Sicherheitskomponenten von Sonicwall kommen. Diese sorgen für das Einrichten von VPN, Firewalls, Sicherheitsreports und Alarme. Mit all diesen Komponenten zieht Dell für sich das Argument der Durchgängigkeit (End-to-End) seiner Sicherheits- und Managementlösungen ins Feld.

Äußerst aufschlussreich waren zudem die Ausführungen des Chef-Produkt-Designers Ken Musgrave, der über seine Entwicklungsarbeit und sich daraus ergebende künftige Formfaktoren berichtete. Dabei wurde deutlich, dass sich Tablets – bestückt mit entsprechendem Zubehör wie anklickbaren Tastaturen – immer mehr in Richtung „traditioneller“ Notebooks entwickeln. Auf der anderen Seite übernehmen die Notebooks – bestückt mit vollwertigen Desktopbetriebssystemen und den üblichen Netzwerkanschlüssen – zunehmend die Formfaktoren der Tablets, so dass sich beide Typen immer mehr ähneln.

Anwenderunternehmen haben derzeit (noch) die Qual der Wahl, für welchen Gerätetyp sie sich entscheiden. Hat man eine Entscheidung getroffen, kommt es dann allerdings darauf an, den eingeschlagenen Weg konsequent zu gehen. Ein Beispiel: Der CIO eines teilnehmenden Anwenderunternehmens berichtete davon, wie die mit Tablets ausgestatteten Vertriebsmitarbeiter die neuen Devices kaum oder bestenfalls ergänzend einsetzten. Dies war natürlich nicht Sinn der Sache, gab es auf diese Weise doch viele doppelte Prozesse. Besser wurde es zwangsläufig erst, als den betreffenden Mitarbeitern die Altgeräte entzogen wurden – und zwar in einem recht radikalen Schnitt. Zuerst war die Empörung wohl groß, doch nach einer Zeit der Einweisung und Erklärung seitens der Verantwortlichen stellten sich die Nutzer binnen kurzer Zeit um.

Der Formfaktor

Die Entscheidung pro oder contra Tablets steht in vielen Unternehmen an, wobei der jeweilige Anwendungszweck letztlich über die Größe der Devices entscheiden sollte. Dell bietet von 7 bis 17 Zoll ein breites Sortiment an. Derzeit arbeitet Musgrave mit seinem Team an einem Android-Gerät mit 7 Zoll, das drahtlos Verbindung zu einem Desktop-Computer aufnimmt, der wiederum die Android-Arbeitsoberfläche in eine vollwertige Desktopumgebung umrechnet.

Auch an alternativen Materialien arbeitet man in Austin. Fiberglas kommt beispielsweise anstatt Aluminium zum Einsatz, was das Gewicht reduzieren soll und nicht heiß wird. Eine Erleichterung wird definitiv die Möglichkeit des drahtlosen Ladens der Geräte sein. Womit sich dann auch das Problem von Kabeln und nicht passenden Anschlüssen endgültig erledigt hat. Viel Neues also bei Dell. Nur eines bleibt absehbar beim Alten: Es gibt kein Smartphone aus Texas, in dieses enge Segment will man sich wohl nicht begeben.

 

  • Android-Tablet wird zum Desktop

    Mit Cast bietet Dell eine neue Lösung für das Screen Mirroring von Tablets. Sie besteht aus einem HDMI-Stick und einer Software und verbindet Android-Tablets der Dell-Venue-Familie mit Fernsehgeräten oder Monitoren. Anwender können das große Display auch als vollständigen Desktop mit Tastatur und Maus nutzen. Auch wenn die üblichen 7-Zoll- und 8-Zoll-Bildschirme unterwegs eine enorme Vielseitigkeit aufweisen, benötigen Benutzer doch immer wieder auch einen großen Bildschirm mit Tastatur und Maus, um produktiv arbeitenzu können.

    www.dell.com/de

     

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