AR-Lösungen im Handwerk

Den Pool in den Garten projiziert

Im Interview schildert Axel Altweger, Geschäftsführer von Swimmondo, welche neuen Möglichkeiten der Einsatz von Augmented Reality (AR) auch Betrieben aus dem Handwerk eröffnen kann.

AR und VR

„Wir nutzen AR, um unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, ihren konfigurierten Traumpool in den Garten zu projizieren“, berichtet Axel Altweger.

MOB: Herr Altweger, welche Rolle spielen Virtual oder Augmented Reality im Handwerk?
Axel Altweger: Diese Technologien sollten auf jeden Fall eine größere Rolle im Handwerk spielen, als es aktuell der Fall ist. Die Kunden sind von unserer Lösung, bei der sie ihren selbst konfigurierten Pool per Smartphone in den Garten projizieren können, ganz begeistert.

MOB: In welchen Bereichen kann sich der AR-Einsatz direkt auf die tägliche Arbeit der Handwerksbetriebe sowie die Qualität beim Kundenservice auszahlen?
Altweger: Dadurch, dass viele Produkte für den Endkunden sehr visuell dargestellt werden müssen, ist es ein ideales Tool, um den Kunden besser im Entscheidungsprozess abzuholen und ihn auch von Anfang an richtig zu beraten. Dadurch sind die Erwartung und Leistung deckungsgleicher und am Ende sind die Kunden zufriedener. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Zudem gibt es auch viele nützliche Applikationen für die Mitarbeiter – Anleitungen beispielsweise können auch per Augmented Reality anschaulich dargestellt werden. So werden Schulungen oder auch Fernwartungen einfacher und praktikabler.

MOB: Wie sehen die praktischen Einsatzmöglichkeiten aus?
Altweger: Wir nutzen AR, um unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, ihren konfigurierten Traumpool in den Garten zu projizieren. Die Technologie ist mittlerweile so gut, dass auch die Größe des Beckens zu etwa 95 Prozent richtig ist. Somit sehen die Interessenten direkt, welche Größe idealerweise in den Garten passt.

MOB: Inwiefern könnten entsprechende Lösungen auch die Mitarbeiter im Außendienst unterstützen?
Altweger: Es gibt immer auch Kunden, die technisch nicht so bewandert sind und die Lösung nicht nutzen wollen. Da kommen die Mitarbeiter im Außendienst ins Spiel. Da man beim Kunden direkt visuell Produkte, Abläufe, etc. zeigen kann, macht es die Arbeit für den Mitarbeiter vor Ort deutlich einfacher.

MOB: Worauf gilt es bei der Implementierung entsprechender Lösungen zu achten?
Altweger: Es gibt sehr viele Anbieter, die AR/VR vertreiben und implementieren. Wichtig ist – speziell für Handwerksbetriebe –, einen langfristigen, vertrauenswürdigen Partner auszuwählen. Dazu muss man mit vielen verschiedenen Agenturen sprechen und vergleichen. Warum hebe ich hier gerade Betriebe im Handwerk hervor? Nun ja, normalerweise haben Handwerksbetriebe keine „IT-Abteilung“, die solche neuen Technologien mit fachlichem Know-how unterstützen kann.

MOB: Wo sind der Technologie momentan noch Grenzen gesetzt?
Altweger: Wie gesagt: Es ist immens wichtig, einen langfristigen Partner zu haben, da es natürlich noch zu Fehlern und Bugs kommen kann. Jene müssen dann so schnell wie möglich behoben werden. Zudem sind AR-Modelle auch rechen- und speicherintensiv. Das trägt Server- bzw. Cloud-Kosten mit sich. Um das zu reduzieren, sollte man das richtige Setup wählen und alte Modelle archivieren oder auch wieder löschen.

Bildquelle: Swimmondo

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