Progressive Web Apps

Der E-Commerce von morgen

Durch immer neue Entwicklungen im E-Commerce müssen Händler ihren Webauftritt optimieren und immer wieder neu anpassen, denn die Konkurrenz lauert nur einen Klick weiter. Wie können Progressive Web Apps hier Abhilfe schaffen?

Der E-Commerce von morgen

Progressive Web Apps (PWA) bieten eine Reihe von Vorteilen, mit denen Onlinehändler die Nase vorn behalten können.

Neueste Entwicklungen im E-Commerce halten für Onlinehändler zahlreiche Herausforderungen bereit. Sie müssen ihren Internetauftritt für den Desktop und verschiedene mobile Endgeräte anpassen und darüber hinaus eine App entwickeln. Da Kunden mit nur einem Klick zur Konkurrenz abwandern können und langsames Laden von Webseiten immer noch einer der Hauptgründe für Kaufabbrüche ist, müssen Onlinehändler permanent an der Performance ihres Shops arbeiten. Angesichts der Tatsache, dass viele User App-müde sind und die mobilen Applikationen nur eine begrenzte Reichweite bieten, stehen viele Händler vor der Frage, wie sie die mobile Zielgruppe am besten erreichen können.

Geringere Kosten, höhere Conversions

Progressive Web Apps (PWAs) bieten Lösungen für viele der zukünftigen Herausforderungen im E-Commerce. PWAs verschmelzen die Möglichkeiten herkömmlicher Webseiten mit den Funktionen nativer Apps. Sie sind gewissermaßen Internetseite und App in einem. User können PWAs über eine URL aufrufen, gleichzeitig stellen die Anwendungen auch Offline-Funktionen bereit. Das bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • Mehrfacher Entwicklungsaufwand entfällt: Bislang mussten Onlinehändler zusätzlich zur Desktop-Version ihrer Website auch einen für mobile Endgeräte optimierten Internetauftritt und eine App anbieten. Das bringt einen erheblichen Entwicklungs- und Testaufwand mit sich und ist in der Folge sehr kostenintensiv. Mit PWAs entfällt dieser mehrfache Entwicklungsaufwand. Es genügt, eine PWA zu betreiben – diese passt sich automatisch an das Format der verschiedenen Endgeräte an. Da die Anwendung Inhalte im Cache speichert, kann man sie zudem offline verwenden, wie man es von einer herkömmlichen App gewohnt ist. Sobald man wieder online ist, aktualisieren sich die gespeicherten Inhalte automatisch.
  • Schnellerer Seitenaufbau und höhere Conversion: Der Umstand, dass PWAs Inhalte auf dem Gerät speichern, bringt einen weiteren erheblichen Vorteil für Onlinehändler mit sich: Ladezeiten verkürzen sich extrem. Wie entscheidend das ist, zeigt eine von Google durchgeführte Studie. Demnach verlassen 53 Prozent der Internetnutzer eine Website, wenn sie nach drei Sekunden noch nicht vollständig geladen ist. Da PWAs Inhalte auf dem Endgerät ablegen, bauen sich die Seiten sofort auf. Inhalte, die aktualisiert werden müssen, werden anschließend nachgeladen. Dadurch sind die Ladezeiten von PWA-basierten Onlineshops deutlich geringer als die von Mitbewerbern, die herkömmliche Webseiten betreiben – heute ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Gerade in Bereichen mit schlechter Netzabdeckung beschleunigen PWAs den Seitenaufbau enorm. Die Webanwendungen sorgen also für weniger Kaufabbrüche und letztlich eine höhere Conversion Rate. Wenn PWAs in einigen Jahren Branchenstandard sind, werden Händler, die nicht auf PWAs setzen, kaum noch am Markt bestehen können.
  • Größere Reichweite als herkömmliche Apps: Dass PWAs über URLs aufrufbar sind, bringt weitere Vorteile mit sich. Zum einen können ihre Inhalte auch von Suchmaschinen gefunden werden, was deutlich mehr Traffic auf die PWAs leitet. Nativen Apps fehlt dieser Weg der Traffic-Generierung komplett. Zudem müssen Nutzer PWAs nicht in einem App Store herunterladen. In Zeiten, in denen immer mehr Nutzer die vergleichsweise aufwändige Installation von Apps scheuen, bieten PWAs eine einfache Alternative. Außerdem hat das mobile Internet eine deutlich höhere Reichweite als die App Stores der einzelnen Smartphone-Betriebssysteme. Über Progressive Web Apps lässt sich also ein deutlich breiteres Publikum erreichen. Zur höheren Reichweite der Webanwendungen trägt auch bei, dass Händler ihre PWA über die Weitergabe der URL viel leichter über soziale Netzwerke teilen können als eine native App.

Auf die richtige E-Commerce-Plattform kommt es an

Die oben genannten Beispiele zeigen, welche erheblichen Vorteile PWAs für Onlinehändler mit sich bringen. Sie senken nicht nur die Entwicklungskosten, sondern bieten durch kürzere Ladezeiten auch einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, der letztlich zu einer höheren Conversion Rate führt. Dadurch, dass sie per URL aufrufbar sind, bieten sie zudem eine deutlich höhere Reichweite als herkömmliche Apps.

Mittlerweile bieten viele Shop-Plattformen die Möglichkeit, PWAs zu entwickeln. Allerdings setzen die meisten von ihnen auf Drittanbieter-Lösungen. Wer Wert auf eine einfache Bedienbarkeit legt und Kompatibilitätsprobleme vermeiden möchte, sollte auf eine Shop-Software setzen, die eine eigene Lösung bietet. Mit seinem PWA Studio ist Magento eine der wenigen E-Commerce-Plattformen, die in eine eigene PWA-Integration investiert haben. Mit dem Tool können Händler und Entwickler das volle Potenzial der Zukunftstechnologie ausschöpfen. Magento-Nutzer profitieren außerdem von der Integration in die Adobe Experience Cloud, durch die auch weitere Funktionen für Marketing und Werbung sowie zur Analyse von Traffic- und Kundendaten zur Verfügung stehen.

Bild: Magento

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