Experience ist Trumpf

Der stationäre Handel erlebt seine Renaissance

Haben die Kunden den Online-Handel satt? Führen Umweltbedenken angesichts von Retouren und Verpackungen die Konsumenten zurück in die Filialen? Das können Gründe sein. Vor allem aber setzen Händler immer mehr auf digitale Möglichkeiten, um ihre Kunden auf den stationären Flächen emotional zu begeistern – Weg von der reinen Handelsfläche hin zum Storytelling.

Virtual Reality in Filiale

Mithilfe von Virtual Reality können digitale Erlebnisse für Kunden auch in der Filiale auf ein neues Level gehoben werden.

Das Erlebnis pro Quadratmeter bestimmt die Flächenproduktivität der Zukunft. Smart Retail liefert hier neue Ansätze, um den Konsumenten ein einzigartiges Einkaufserlebnis anzubieten und sich auf Ereignisse wie aktuelle Wirtschaftssituationen und Trends einzustellen.

Smarte Technologien haben im Handel vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: Intelligente Systeme können den kompletten Geschäftsprozess von der Zentrale, über die Logistik bis hin zum Einkauferlebnis in der Filiale begleiten. Die Bandbreite der dafür einsetzbaren Technologien ist hoch und reicht von Augmented- (AR) und Virtual-Reality-Anwendungen (VR), über Künstliche Intelligenz (KI) und Data Analytics bis hin zu Internet-of-Things-Cloud-Plattformen (IoT).

Ein Erfolgsfaktor ist laut Telekom MMS die Sammlung, Analyse und Nutzung von Daten. Technologien wie Gesichtserkennung können etwa die demografischen Daten der Kunden, ihre Stimmung oder die Verweildauer in Echtzeit erfassen und verarbeiten. Damit verändert KI alle Dimensionen des Handels und schafft gleichzeitig ein völlig neues Level der Personalisierung. Retailer setzen zudem auf Electronic Shelf Label sowie Echtzeitdaten in den Filialprozessen wie Warenplatzierung oder Regalauffüllung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Online-Ausgabe 3-4/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo der Print-Ausgabe.

Einen komplett neuen Ansatz ermöglicht nun das Metaverse, das die analoge Welt mit der digitalen verknüpft: Mithilfe von Virtual Reality können digitale Erlebnisse für Kunden auch in der Filiale auf ein neues Level gehoben werden. RFID-basierte Lösungen ermöglichen zudem ein völlig neues Einkaufserlebnis, z.B. per App oder Self-Checkout bezahlen – und das auch ohne Kamera-Tracking. Kein Warten, einfach einkaufen.

Kunden zu Fans machen

Personalisierung: Massenkonsum war gestern. Maximale Individualisierung ist heute. Angebote und Informationen sollten auf die individuellen Bedürfnisse sowie Vorlieben der Kunden zugeschnitten sein. Dafür ist es wichtig, eine entsprechende Datengrundlage zu schaffen.

Erweiterte Produktauswahl: Virtuelle Regale und digitale Produktkataloge ermöglichen es Einzelhändlern, ihre Produktauswahl zu erweitern, ohne zusätzlichen Platz im Geschäft zu benötigen.

Effiziente und bequeme Einkaufsprozesse: Kunden können Artikel scannen und bezahlen, ohne an der Kasse warten zu müssen, was Zeit spart und den Einkaufserlebnis insgesamt angenehmer macht.

Verbesserte Verfügbarkeit von Produkten: Einzelhändler können die Bestände ihrer Produkte in Echtzeit verfolgen und aktualisieren.

Online-Shops haben sich in der Experience seit Jahrzenten kaum verändert und den vorherrschenden Datennachteil weiß der stationäre Handel auszugleichen. Gerade für Omnichannel-Unternehmen ist die weitere Gewinnung von Kundendaten über das Kaufverhalten in den Geschäften wichtig und damit ein weiterer Meilenstein in Richtung „Omnichannel-Exzellenz“.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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