26.01.2018 Deutsche Bahn setzt auf VMware Airwatch

Deutlich weniger Helpdesk-Anfragen

So rollt DB Systel, interner ITK-Anbieter der Deutschen Bahn, auf Basis von VMware Airwatch ein großes Enterprise-Mobility-Projekt aus.

  • Digitalisierung bei der Deutschen Bahn

    Im Rahmen der Konzernstrategie „DB2020+“ spielt die Digitalisierung eine wesentliche Rolle bei der Deutschen Bahn.

  • Kai Löbig, DB Systel

    Kai Löbig, Head of Workplace Infrastructure Management Service bei DB Systel

Im Rahmen der Konzernstrategie „DB2020+“ spielt die Digitalisierung eine wesentliche Rolle bei der Deutschen Bahn. Dazu zählt die Bereitstellung mobiler Arbeitsplätze, damit die Mitarbeiter auch künftig das Verkehrsnetz der Deutschen Bahn effizient steuern können. Durch den Einsatz einer neuen Unified-Endpoint-Management-Lösung will das Unternehmen das Nutzererlebnis der Mitarbeiter verbessern, von Zeit- und Kostenersparnissen profitieren, den Helpdesk entlasten und gleichzeitig durchgängige Sicherheit gewährleisten.

Neben der Betreuung des Internet-Auftritts mit Online-Auskunft und Ticketverkauf sowie der Wartung von 8.000 bundesweiten Fahrkartenautomaten betreut DB Systel auch die einheitliche IT-Plattform für 100.000 Anwender im Bahnkonzern. Die Mitarbeiter erhalten darüber zahlreiche IT-Anwendungen für ihre mobilen Geräte – von typischen Microsoft-Office- bis hin zu bahnspezifischen Anwendungen. Darüber hinaus bietet DB Systel ein 24 Stunden/7 Tage die Woche erreichbares Helpdesk und einen Vorortservice bei Störungen.

Da die IT-Infrastruktur den Ansprüchen der Nutzer nicht mehr entsprach, wurde das Helpdesk mit Anfragen überschwemmt. Auf dem Höhepunkt trafen pro Monat bis zu 2.100 Anfragen ein, die nur verzögert beantwortet und bearbeitet werden konnten. Da viele Mitarbeiter auch auf ihre privaten mobilen Geräte auswichen, um ihre Aufgaben zu erledigen, musste die DB-Tochter über 60.000 verschiedene Android- und iOS-Geräte verwalten. „Das Bring-your-own-Device-Konzept (BYOD) bereitete uns erhebliche Kopfschmerzen hinsichtlich der Sicherheit. Denn eine so große Anzahl an mobilen Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen hat vielerlei Schwachstellen, die ein Einfallstor für Hacker und Cyber-Kriminelle darstellen“, erläutert Kai Löbig, Head of Workplace Infrastructure Management Service bei DB Systel.

Das Nutzererlebnis verbessern

Mit VMware Airwatch sollen die Mitarbeiter nun ortsunabhängig arbeiten und ihre benötigten Anwendungen unkompliziert aktualisieren können, wodurch sie viel effizienter seien. Die Kostenersparnis sei außerdem mit über 75 Prozent pro Nutzer und Anwendung immens – gleichzeitig wird das Nutzererlebnis verbessert, heißt es in einer Pressemeldung. Die IT-Administratoren haben volle Kontrolle über die Anwendungen, auch im Falle eines Verlusts oder Diebstahl des Geräts. Die Sicherheit des kompletten Netzwerks und der Datenschutz können laut Software-Anbieter damit gewährleistet werden, was sich positiv auf das unternehmensweite Sicherheitsniveau auswirke. Und: Mit der Implementierung von VMware seien die monatlichen Anfragen an das Helpdesk von ursprünglich 2.100 auf etwa 210 Anfragen zurückgegangen. „Mit der Unified-Endpoint-Management-Lösung können wir wertvolle Zeit und Ressourcen einsparen, sodass das Team Luft hat, um sich Projekten der digitalen Transformation zu widmen“, schildert Löbig.

Den Erfolg bei der Umsetzung der Mobilstrategie möchte DB Systel nun weiter ausbauen. Daher evaluiert man gerade in zwei Projekten, wie die Nutzererfahrung bei der Deutschen Bahn optimiert werden kann: Eine zentralisierte Verwaltung von Windows 10 und ein sogenannter No-Touch-Admin, der die Anzahl der Helpdesk-Anfragen nochmals minimieren soll, sind mögliche Lösungsansätze.

Bildquellen: Deutsche Bahn, DB Systel

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