Schrifterkennung

Die besten Android-Apps für Notizen in Handschrift

Handschriftliche Notizen haben viele Vorteile. Mit Handschriftenerkennung können sie sogar in andere Dokumente kopiert werden.

Wer häufig unterwegs Dinge notieren und aufzeichnen muss, weiß: Handschriftliche Notizen sind unschlagbar. Auch die App-Entwickler haben das erkannt und bieten eine Vielzahl an Notizbüchern für handschriftliche Notizen an. Leider besitzt ein Großteil davon keine Handschriftenerkennung, sondern speichert die Eingaben lediglich als Grafikdatei.

Handschrifterkennung digital: Erfahren Sie mehr in unserer Rubrik
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Notizblöcke mit und ohne native Texterkennung

Auch Marktführer Evernote und die Microsoft-App OneNote kennen keine „native“ Texterkennung. Sie bieten zwar unter Android eine recht praktische Funktion zur Eingabe von handschriftlichen Notizen, die Umwandlung in Text ist jedoch in beiden Apps nicht möglich.

OneNote besitzt eine Handschrifterkennung (bislang) lediglich in der Windows-App und in der Windows-Desktopanwendung. Es ist nur möglich, unter Android eingegebene handschriftliche Notizen nach der Synchronisierung mit OneDrive im Windows-Client in Text umzuwandeln.

Etwas komfortabler, aber noch nicht optimal ist die entsprechende Funktion unter Evernote. Die App besitzt eine automatisch arbeitende Cloud-Texterkennung, die aber einen kostenpflichtigen Premium-Zugang erfordert. Nach einer Synchronisierung mit der Cloud sind alle handschriftlichen Notizen durchsuchbar, erscheinen aber immer noch als Handschrift in Evernote.

Eine native Handschrifterkennung unter Android bietet die App MyScript Smart Note. Sie bietet alle notwendigen Basisfunktionen eines Notizblocks und greift auf eine professionelle Engine für Handschrifterkennung zurück, die auch mathematische Formeln erkennt.

Einen ähnlichen Funktionsumfang mit einer eigenen Engine für die Erkennung der Handschrift bietet PhatPad. Vom selben Hersteller stammt das WritePad. Dabei handelt es sich um eine Handschriftenerkennung, die wie eine Android-Tastatur arbeitet und somit die Eingabe von Handschrift in jeder beliebigen App erlaubt.

Handschrifteingabe als Tastaturersatz

Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt die Google Handschrifteneingabe, die Tastatur- oder Spracheingabe ergänzt und handschriftlichen Text in 82 Sprachen verarbeitet. Außerdem erkennt die App einige hundert Emojis und konvertiert sie von einer einfachen Skizze in die entsprechende Grafik.

Die Handschriftenerkennung von Google arbeitet grundsätzlich lokal auf dem Mobilgerät, so dass eine Internetverbindung nicht zwingend notwendig ist. Google bietet allerdings eine optional zuschaltbare Cloud-Erkennung, die deutlich bessere Ergebnisse hat.

Obwohl die Technik auch in diesem Bereich voranschreitet und die Handschriftenerkennung mit jedem Update besser funktioniert, so gilt doch immer noch: Wer eine schöne, gleichmäßige Handschrift hat und langsam schreibt, ist deutlich im Vorteil. Eiliges Gekrakel („Doktorschrift“) oder ungleichmäßige Buchstaben werden nur schwer erkannt.

Trotzdem gibt es Fortschritte. Vor allem die Cloud-Handschrifterkennung von Google arbeitet recht gut und kann mit einer guten Usability aufwarten. Dies gilt auch für das WritePad, das ebenfalls als Tastaturersatz fungiert. Apps, bei denen auf dem ganzen Display geschrieben wird, haben Probleme mit der Handballenauflage. Diese Schwierigkeiten fallen bei der Eingabezeile am unteren Rand des Displays weg.

Die Handschriftenerkennung nimmt vermutlich einen ähnlichen Weg wie die Erkennung von gedruckten Texten und gesprochener Sprache: Nach ziemlich bescheidenen Anfängen gibt es technologische Durchbrüche, so dass vermutlich die Fehlerraten mit jedem Update der entsprechenden Apps sinken werden.

Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren die technische Basis der Texterkennung verbessert. So gibt es zum Beispiel mit dem Galaxy Note spezielle Mobilgeräte, deren Display und der mitgelieferte aktive Stift für die Handschrifterkennung optimiert sind.

Außerhalb der Android-Welt ist Microsoft mit seinem Surface Pro 3 recht weit fortgeschritten und hatte bisher bei Handschrifterkennung die Nase vorn. Doch Google und die anderen Anbieter haben mit ihren neuen App-Versionen nun eine ähnliche Qualität auf die Androiden gebracht.

Bildquelle: Thinkstock

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