Schrifterkennung bleibt schwierig

Die besten Apps für Notizen in Handschrift

Handschriftliche Notizen, rasche Skizzen, Zeichnungen und Entwürfe gemischt mit Fotos - das geht auch mit einem Tablet. Die Zahl der Apps mit Handschrift-Funktion ist groß, aber nur wenige bieten überzeugende Funktionen.

Die Idee, einen Touchscreen zum Schreiben mit der Hand zu nutzen, ist mehr als naheliegend. Und deshalb gibt es für Android und iOS eine schier unglaubliche Menge an Handschrift-Notizblöcken und Zeichen-Apps.

Einzelne Apps bieten auch eine Texterkennung an, die Handschrift in gewöhnlichen Text verwandelt. Diese Möglichkeit ist immer noch nicht vollkommen ausgereift und funktioniert am besten bei Schönschrift. Deshalb bieten viele Apps so etwas gar nicht erst an.

Papyrus ist eine sehr praktische Android-App für handschriftliche Kurznotizen, ergänzt um die für diese Apps typische Zeichenfunktion. Die Notizen und Skizzen werden als Vektorgrafik erzeugt, so dass die Notiz als PDF gespeichert werden kann. Die App arbeitet gut mit dem S-Pen für ein Galaxy Note, aber auch mit einem einfachen passiven Stylus zusammen.

LectureNotes für Android ist für den Einsatz mit einem Stylus oder S-Pen optimiert. Es ist speziell auf die Bedürfnisse von Studierenden ausgerichtet, die in Vorlesungen oder Seminaren längere Mitschriften anfertigen müssen. Zu den Funktionen gehören auch Import und Export von PDFs, Einfügen von Fotos sowie eine Anbindung an Dropbox. Darüber hinaus können die Notizen verschlagwortet und somit durchsuchbar gemacht werden.

Beide Apps haben ein kleines, aber für Android typisches Problem: Sie funktionieren nicht auf jedem Gerät optimal. So ist zum Beispiel Lecture Notes für einige moderne Tablets mit Anpressdruckerkennung besser geeignet. Auf vielen preisgünstigen Android-Tablets gibt es diese Funktion aber nicht.

Handschrifterkennung digital: Erfahren Sie mehr in unserer Rubrik
Wie man Handschrift auf iPad und Co. in Text umwandelt >>> Alles zu Handschrifterkennung auf iOS und Android >>> Die besten Apps für Notizen mit der Hand >>>

Auf dem iPad gibt es solche Schwierigkeiten dank der einheitlichen Hardware-Basis nicht. Außerdem ist wie in vielen Bereichen die Auswahl guter Apps deutlich größer. Eine technische Gemeinsamkeit haben diese Apps übrigens: Es ist sehr empfehlenswert, die Multitasking-Bedienung auszuschalten, um durch Auflegen der Hand keinen App-Wechsel auszulösen.

WritePad ist ein einfacher App-Notizblock mit Handschriftenerkennung in deutscher Sprache. In der aktuellen Version ist die ehedem eher unbefriedigende Schrifterkennung deutlich verbessert worden. Außerdem besitzt die App jetzt eine zuschaltbare Handablage, so dass das Schreiben mit einem Stylus leichter fällt. Allerdings ist immer noch eine saubere Handschrift Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der App.

Notability ist eine Kombination aus Skizzen-App mit Fotoimport, Notizblock für die Texteingabe mit der Hand oder der Tastatur und für das Aufzeichnen von Audio-Notizen. Außerdem arbeitet die App mit mehreren Notizblöcken zusammen. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Fremdformate via Google Drive zu importieren. Die Vorgehensweise zum Beispiel bei Word: Dokument nach Google Drive hochladen werden und dann in den Notizblock importieren.

Penultimate ist ein umfassender Notizblock für kurze Texte und Skizzen. Auch Fotos und Grafiken können leicht eingefügt werden. Die Bedienung ist sehr einfach und gut organisiert. Es können mehrere Notizbücher erzeugt werden und einer zuschaltbare Handablage existiert auch. Da die App zum Evernote-Universum gehört, können die Notizbücher mit Evernote synchronisiert werden. Alternativ gibt es auch eine Freigabe über Dropbox und iTunes.

Paper von FiftyThree ist eine sehr künstlerisch wirkende App zum Zeichnen, Skizzieren und Malen mit dem Stylus. Die Basis-App ist kostenlos, besitzt aber nur grundlegende Fähigkeiten. Weitere Funktionen zum Zeichnen, Malen und Schreiben sowie ein Farbmischer kosten extra. Außerdem gibt es einen an Paper angepassten Stylus zu kaufen. Wer will, kann sein Notizbuch zu einem Druckdienst senden. Der macht aus dem Paper-Book ein gebundenes Moleskine-Büchlein.

Bildquelle: Claudia Rothe / pixelio.de

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