Fehlgriffe im Rückblick

Die fünf größten Mobile-Flops

Mobile Endgeräte müssen immer wieder für fragwürdige Innovationskonzepte und eigenartige Experimente herhalten. Diese fünf Pleiten sind dabei besonders in Erinnerung geblieben.

Ein brennendes Smartphone

Ein Smartphone muss nicht gleich in Flammen aufgehen, um auf dem Markt zu floppen. Manchmal reicht auch eine halbgare Idee oder die fehlende Strategie.

Bildschirmtechnologie: 3D-Displays

Als mit Geräten wie dem HTC Evo 3D oder LG Optimus 3D die dreidimensionale Darstellung von Foto- und Videoinhalten der nächste Mobile-Trend werden sollte, zogen verdächtig wenig Konkurrenten nach. Mit gutem Grund, wie man heute weiß. Während über die Verkaufszahlen der genannten Modelle nicht viel bekannt ist, kann man sich den Rest nämlich denken. Kurz: das Feature dürfte nicht ohne Grund von der Bildfläche verschwunden sein. Wer diese Technik nutzt, möchte die räumlich darstellbaren Schnappschüsse und Videos schließlich auch mit anderen teilen. Verfügen die aber nicht über die entsprechende Funktion, bleibt die 3D-Spielerei ein ziemlich einsamer Spaß.

Klobige Hybride: Gaming-Smartphones

Obwohl das Smartphone inzwischen die populärste Plattform für Videospiele sein soll, gibt es bis heute kein einziges Modell, das beide Welten wirklich sinnvoll zusammenführen konnte. Legendär etwa Nokias unansehnlicher Versuch, Telefon und tragbare Konsole mit dem N-Gage unter einen Hut zu bekommen. Dabei gelang das Kunststück, gleich beide Aspekte allenfalls mangelhaft umzusetzen. Auch Sony Ericsson scheiterte einige Jahre später mit der gleichen Ambition: Das Xperia Play konnte trotz ausschiebbaren Playstation-Controller und exklusiven Spielen nur eine kleine Randgruppe begeistern.

Abgehängt und belächelt: Microsoft Mobile

Als im Herbst 2017 das Ende von Microsofts mobilen Betriebssystem bekannt gegeben wurde, überraschte das niemanden mehr. An eigenen Smartphones wurde zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon nicht mehr gearbeitet und auch Windows Phone wurde neben Android und iOS mehr und mehr zum nischigen Exoten. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Sicher ist, dass Microsoft reichlich spät auf den Markt drängte und trotz eines kleinen Kreises an überzeugten Anhängern nie so richtig einen Fuß in die Tür bekam. Fairerweise muss man sagen, dass Windows-Phone einen nachhaltigen Einfluss auf die folgenden Windows-Betriebssysteme hatte, die wiederum auf populären Endgeräten wie denen aus der Surface-Reihe zu finden sind.

Teurer Einkaufszettel: Amazon Fire Phone

Amazon hat mit seinen mobilen Endgeräten noch nie Begeisterungsstürme ausgelöst, das erste Smartphone des Versandriesen kam allerdings derart halbherzig und unambitioniert daher, dass man es durchaus als Flop bezeichnen darf. Eine Bezeichnung die auch auf die schleppenden Verkäufe des Telefons zutrifft. Amazon bewarb das Gerät mit der Funktion, per Schnappschuss eines Produkts direkt zur Kaufoption auf Amazon weitergeleitet zu werden. Eine Funktion, die das ohnehin eher durchschnittliche Smartphone vollends zur Marketing-Aktion degradierte.  

Explosives Business-Smartphone: Samsung Galaxy Note 7

Die Geschichte des Samsung Galaxy Note 7 ist längst moderne Technik-Folklore, gab es bis dato doch kaum ein ein Elektronikprodukt, dass zu einem derartigen PR-Desaster wurde, wie dieses Flagschiff-Smartphone von Samsung. Schuld waren fehlerhaft verbaute Akkus, die nicht nur überhitzen konnten, sondern dabei auch immer wieder Feuer fingen oder sogar explodierten. Die Folge: Verletzte Kinder, evakuierte Flugzeuge und jede Menge ausgelöste Feuermelder. Samsung probierte derweil zu retten, was zu retten war und startete ein Austauschprogramm. Da auch die Ersatzgeräte in Flammen aufgingen, wurde das Modell schließlich ganz aus dem Verkehr gezogen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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